Arlberger bald mit größtem Skigebiet

von Anton Walser

Freudentag für Skiliftplaner: Errichtung von Skischaukel zwischen Lech und Warth kann 2013 gestartet werden.

LECH. (VN-tw) Angedacht und gewälzt werden die Pläne für das Vorhaben bereits seit 1973. Als „Vordenker“ unter Liftbaupionieren gilt noch heute der inzwischen verstorbene Alfons Strolz. Strolz habe quasi die Initialzündung für die Pläne einer Skischaukel gegeben, heißt es am Arlberg. Jetzt, knapp vier Jahrzehnte später, wird der Bau der Skischaukel zwischen Lech und Warth in Angriff genommen.

Eine Unterschrift fehlte noch

Die Pläne für die Verbindungen zwischen den Skigebieten hätten bereits in die Tat umgesetzt werden sollen. Weil jedoch die Zustimmung eines Grundeigentümers ausständig war, musste das Vorhaben verschoben werden (die VN berichteten). Vergangenen Montag besann sich der Grundbesitzer und brachte mit seiner Unterschrift Bewegung in die Sache.

Lech statt Silvretta Montafon

„Ein Traum wird wahr“, freut man sich jetzt freilich in Lech. Und dies auch deshalb, weil nach der Fertigstellung des Auenfeldjets im nächsten Jahr der Liftgesellschaft Silvretta Montafon der Titel „Größtes Skigebiet Vorarlbergs“ abhandenkommen dürfte. Lech-Zürs und Warth-Schröcken können dann mit 190 Kilometern Pistenabfahrten und 47 Liften aufwarten; Silvretta Montafon hingegen weist laut Internet „nur“ 155 Kilometer Abfahrten und 37 Anlagen aus. Der Auenfeldjet könne „als Musterbeispiel für eine sanfte Verbindung zweier Skigebiete“ betrachtet werden, betont Michael Manhart als Geschäftsführer der Skilifte Lech.

Kritik von Naturschutz bleibt

Im Gegensatz zu Naturschutzanwältin Katharina Lins, für die der Seilbahnbau eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes in einer hochwertigen Landschaft darstellt, spricht Manhart von einem „Bau, der unter größtmöglicher Schonung der Umwelt“ erfolgen werde. Manhart: „Die Eingriffe in die Naturlandschaft beschränken sich auf den Bau der Bahn selbst. Darüber hinaus wird keine neue Skipiste entstehen.“

Wir freuen uns freilich über den Titel ,Größtes Skigebiet‘.

Michael Manhart, Skilifte Lech

Fakten zum Vorhaben

Wichtige Eckdaten zum Seilbahnprojekt Auenfeldjet

» Investition: 12 Millionen Euro

» Länge der Bahn: zwei Kilometer

» Kapazität: 1490 Personen/Stunde

» Bauart: Zehner-Gondel-Einseil-Umlaufbahn

» Abfahrten für Wintersportler nach Fertigstellung: 190 Kilometer

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