Rewe-Chef: „Bio allein reicht nicht mehr aus“

Salzburg. Einen ersten großen Trend ortet der Vorstandsvorsitzende der REWE International AG, Frank Hensel, in der zunehmenden Verschränkung von Bio und Regionalität. „Heute reicht Bio als Attribut nicht mehr aus. Bio-Erdbeeren aus Spanien sind nicht gefragt. Das Produkt muss aus der Gegend kommen.“ Hensel sieht da­rin eine Gegenbewegung zur Globalisierung. „Die Kunden haben Angst, sie verlieren in der sich rasch verändernden Welt den Überblick. Sie tendieren darum zu Bekanntem, zu Produkten, die sie kennen und bei denen sie wissen, wo sie herkommen.“ Das mache die Sache für die Händler schwierig. „Wir müssen für die Masse nicht massenproduzierte Lebensmittel anbieten.“ Das bedürfe neuer Organisationsformen im Kontakt mit den Lieferanten. Denn eines sei klar: „Der Anteil heimischer, regionaler Produkte wird weiter steigen.“

Vor ein Rätsel stelle die Händler das Kaufverhalten der Kunden. „Früher war der Kunde berechenbarer. Er kaufte ganz billig oder ganz teuer oder dazwischen. Heute haben wir es mit Hybridwesen zu tun, die sich im ganzen Preisspektrum bewegen. Der eine kauft beim Putzmittel billig und legt beim Essen Wert auf Premium-Produkte“, erklärte Hensel. Eines sei dabei klar: „Regionalität darf kein Selbstzweck sein, sie muss sich rechnen.“

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.