Wien-Strecke droht das Aus

Oncken: „Derzeit ist die Wien-Linie nicht wirtschaftlich zu betreiben.“ Foto: intersky
Oncken: „Derzeit ist die Wien-Linie nicht wirtschaftlich zu betreiben.“ Foto: intersky

InterSky klagt über mangelnde Auslastung – Suche nach Lösungen.

Friedrichshafen. (VN-ee) Der Flugverbindung Friedrichshafen–Wien–Friedrichshafen der in Bregenz ansässigen Fluggesellschaft InterSky droht mit 1. Jänner 2013 das Aus. Grund ist die zu geringe Auslastung der nur noch einmal täglich geflogenen Rotation. Das bestätigte Geschäftsführer Peter Oncken, der selbst 25,1 Prozent an der Regionalfluglinie hält, gegenüber den VN.

Keine Buchungsmöglichkeit

Wien-Flüge der InterSky ab 1. Jänner 2013 können derzeit auch nicht gebucht werden. Allerdings – so Oncken weiter – werde alles unternommen, um die Wien-Strecke weiter zu fliegen bzw. sogar auch wieder auszubauen. Einschlägige Gespräche über eine Lösung seien derzeit am Laufen. Mehr wollte Oncken dazu unter Hinweis auf eine Verschwiegenheitsklausel nicht sagen.

„Festgehalten wird jedenfalls am Flughafen Friedrichshafen – Altenrhein ist für uns kein Thema“, stellt Oncken dezidiert fest. „Die Wien-Linie ist eine unserer Kernstrecken und wir möchten schon, dass das auch weiterhin so bleibt.“

Dem Vernehmen nach gibt es für solche angestrebte Lösungen verschiedene Möglichkeiten. Unter anderem Code-Share-Vereinbarungen, mit denen das Durchbuchen auf andere Fluglinien möglich ist, oder dass überhaupt Flüge für eine andere Gesellschaft durchgeführt werden.

Die InterSky ist als Mitglied in die „International Air Transport Association“ (IATA), den größten Luftfahrtverband der Welt, aufgenommen worden. Oncken verspricht sich davon einen Erfahrungstransfer, der die Airline in ihren Bestrebungen „noch weiter nach vorne“ bringen wird.

Dachverband der Linien

Die IATA ist 1945 als Dachverband der Fluglinien gegründet worden und umfasst mehr als 240 Mitglieder in über 115 Ländern. Ziel der IATA ist die Förderung des Luftverkehrs und aller an internationalen Lufttransportdiensten beteiligten Unternehmen. Um in die IATA aufgenommen zu werden, muss sich eine Airline einer strengen Qualitätskontrolle unterziehen.

Es wird alles unternommen, um die Linie zu erhalten.

Peter Oncken
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