Die Österreicher sind wieder pessimistischer gestimmt

Fast ein Drittel der Bevölkerung meint, dass es wirtschaftlich abwärtsgehen wird.

wien, linz. Die Österreicher sind, was die Wirtschaft betrifft, wieder pessimistischer geworden: Fast ein Drittel der Bevölkerung meint, dass es abwärtsgehen wird. 51 Prozent glauben, dass die wirtschaftliche Entwicklung in der nächsten Zeit gleich bleiben wird, neun Prozent sind optimistisch. Das ist das Quartalsergebnis von monatlich durchgeführten Umfragen des Linzer Meinungsforschungsinstitutes „Spectra“ mit jeweils 1000 repräsentativ für die Bevölkerung über 15 Jahre ausgewählten Testpersonen.

Gleichstand im Jahr 2010

Im zweiten Quartal des Jahres sahen lediglich 28 Prozent die Wirtschaftsentwicklung pessimistisch, 12 Prozent der Befragten waren noch guter Dinge. Nun sind diese Werte wieder auf dem Niveau, das sie zum Jahreswechsel hatten. 2010 hielten sich Optimisten und Pessimisten bei jeweils gut 20 Prozent die Waage. 2011 war ein Fünftel zuversichtlich, 23 Prozent sahen schon schwarz. Diese Schere ging im bisherigen Verlauf 2012 weiter auf: Nur ein Zehntel glaubt an eine aufwärtsgehende Wirtschaft.

Die Bereitschaft zu sparen blieb gegenüber dem vorigen Quartal gleich und ist nach einer kurzen Abnahme wieder auf dem Wert von 2010. 46 Prozent der Österreicher gehen derzeit sparsamer mit ihrem Geld um, 23 Prozent tun dies nicht.

Spectra schloss aus den Ergebnissen, dass die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung schon viel schlechtere Zeiten gesehen hat. Die Österreicher seien scheinbar gegenüber den laufend schlechten Krisennachrichten in gewisser Weise immun.

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