Lösungssuche zur fairen Nutzung aller Impfdosen

Wien „Leider müssen wir deine Impfung absagen“, hieß es am Mittwoch in der Nachricht eines Pflegeheimes an Angehörige. Nur die Heimbewohner kämen derzeit zum Zug. „Wir sind ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen“, gesteht  Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher bei „Vorarlberg live“. Wie die VN berichteten kam es – aus Angst, dass Impfstoff übrig bleibt – in Pflegeheimen und der Coronaimpfsstraße zu umstrittenen Impfeinladungen. Diese wurden abgestellt, sagt Rüscher.

Der Impfstoff muss rasch verbraucht werden. Robert Spiegel, Covidbeauftragter der Ärztekammer und Koordinator des Impfzentrums, erklärt das am Beispiel des Biontech/Pfizer-Mittels. Wird es aufgetaut, ist es fünf Tage im Kühlschrank haltbar. „Will man den Impfstoff verwenden, muss er mit einer Kochsalzlösung verdünnt werden und eine halbe Stunde stehen. Dann haben wir fünf Stunden Zeit.“ Damit nichts weggeschmissen wird, braucht es bei zu wenig Anwesenden einen Alternativplan mit Impfwilligen. „Wir überlegen derzeit, wie wir das gestalten.“

Bei einer Möglichkeit würden niedergelassene Ärzte eine zentrale Rolle spielen. Sie könnte Patienten, die geimpft werden wollen, nach Risikostufen registrieren. Je nachdem, wo gerade geimpft würde, wäre dann eine Liste – eine Art Ampelsystem – vorhanden. VN-ebi

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