So warm war es davor nur selten

Bianca aus Dornbirn im Jänner des Vorjahres beim Schneeschuhwandern auf der Bielerhöhe.  VN/Steurer

Bianca aus Dornbirn im Jänner des Vorjahres beim Schneeschuhwandern auf der Bielerhöhe.  VN/Steurer

Das Jahr 2020 brachte aber auch viel Regen und Sonne.

Schwarzach 2020 war in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr. Auch beim Wetter hatten die vergangenen zwölf Monate einiges zu bieten. Auf den Bergen wurde unter anderem das wärmste Jahr und im Tiefland das fünftwärmste Jahr der Messgeschichte registriert. Außerdem liegt eines der 25 niederschlagsreichsten und eines der zehn sonnigsten Jahre hinter uns. Das geht aus der vorläufigen Jahresbilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervor.

2020 brachte laut ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik fast durchwegs überdurchschnittlich warme Monate, nur der Mai verlief relativ kühl. In der Jahresbilanz macht das unter Strich eines der wärmsten Jahre der Messgeschichte. „Im Tiefland Österreichs, wo die Messreihe bis ins Jahr 1768 zurückreicht, war 2020 das fünftwärmste Jahr der Messgeschichte“, erläutert Orlik. „Auf den Bergen war 2020 sogar das wärmste Jahr der Messgeschichte, gleichauf mit 2015. Die Messreihe auf den Bergen beginnt im Jahr 1851.“ In den Top-15 der wärmsten Jahre der 253-jährigen Messgeschichte finden sich somit ausschließlich Jahre der jüngeren Vergangenheit. „Wir haben in den letzten 26 Jahren die 15 wärmsten Jahre der Messgeschichte erlebt“, ergänzt der Klimatologe. Im Vergleich zu einem typischen Jahr im Zeitraum 1961 bis 1990 war 2020 demnach um 2,0 Grad wärmer und im Vergleich zu 1981 bis 1990 um 1,2 Grad.

Nass und sonnig

Die letzten drei Jahre verliefen sehr trocken. 2020 brachte hingegen österreichweit überdurchschnittlich viel Niederschlag und war eines der 25 nassesten Jahre seit Beginn der Niederschlags-Messreihe im Jahr 1858. In der österreichweiten Auswertung gab es im Vorjahr um zehn Prozent mehr Niederschlag als im Mittel (Klimamittel 1981-2010). Lediglich in Vorarlberg regnete es um neun Prozent weniger als im Schnitt. Das Jahr 2020 war außerdem eines der zehn sonnigsten Jahre seit Beginn der Sonnenschein-Messreihe im Jahr 1925. In Vorarlberg schien die Sonne um elf Prozent länger als in einem durchschnittlichen Jahr, österreichweit waren es neun Prozent mehr.

 
 

Wetter 2020

34,2 Grad betrug der Vorarlberger Temperaturhöchstwert, der am 31. Juli in
Bregenz gemessen wurde.

 

-17,9 Grad kalt war es am 20. Jänner in Lech. Das ist Vorarlberger Temperaturtiefstwert.

 

2217 Stunden lang schien die Sonne in Sulzberg, dem Ort mit der höchsten Sonnenscheindauer in Vorarlberg.

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