Segen auf neuen Wegen

Roman Dünser ist Leiter des engagierten Sternsingerteams in Braz.

Roman Dünser ist Leiter des engagierten Sternsingerteams in Braz.

Roman Dünser organisiert die Dreikönigs-Aktion in Braz.

Braz Weihnachtszeit ist Sternsingerzeit. Daran ändert auch Corona nichts. Trotz Lockdown überbringen die Heiligen Drei Könige auch in diesem Jahr die frohe Botschaft und ihren Segen für das neue Jahr – nur eben auf die etwas andere Art und Weise. Coronabedingt ziehen die Sternsinger diesmal nur in manchen Gemeinden von Haus zu Haus und sammeln Spenden für notleidende Menschen. In einigen Orten werden die Glück- und Segenswünsche virtuell oder per Post an die Menschen geschickt. 

Abstand und Hygiene

In der Gemeinde Braz wandern Caspar, Melchior und Balthasar auch heuer von Tür zu Tür, wenn auch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Für einen reibungslosen Ablauf sorgt das Organisationsteam rund um Roman Dünser, der sich seit 2003 für die Sternsinger-Aktion in Braz einsetzt. „Singen ist in diesem Jahr nicht erlaubt, stattdessen übermitteln die Kinder den Segen mittels Sprüchen“, erklärt der 50-Jährige, der das Organisationsteam seit acht Jahren leitet. Freilich gelten bei der Dreikönigs-Aktion Abstands- und Hygieneregelungen: „Das Betreten der Wohnräume ist nicht gestattet. Wir halten einen 2-Meter-Abstand zum Haus, und die Begleitpersonen sind mit FFP2-Masken ausgestattet“, zählt der zweifache Vater auf.

Die Proben wurden heuer gestaffelt organisiert, wichtige Treffen der Begleitpersonen wurden via Zoom-Meeting abgehalten. Bei der Organisation wurde zudem darauf geachtet, dass nur Kinder zusammen in Gruppen eingeteilt werden, die entweder Geschwister oder Sitznachbarn in Klassenzimmern sind. „Außerdem haben wir die Gruppengröße auf Zweier- und Dreier-Gruppen reduziert.“

In Braz ziehen die Heiligen Drei Könige gemeinsam mit ihren zwölf Begleitpersonen am 4. und 5. Jänner jeweils am Nachmittag durch die Straßen, um Spenden für Hilfsprojekte in Südindien zu sammeln. Für all jene, die die Sternsinger in Braz nicht persönlich empfangen können, hat das Organisationsteam gemeinsam mit den Sternsingern ein Kurzvideo vorbereitet. „Wir haben versucht, uns bestmöglich an die Situation anzupassen. Mein Dank gilt insbesondere Koordinatorin Susanne Schaudy von der Diözese Feldkirch, die uns in allen Belangen tatkräftig unterstützt hat.“

Die Arbeit bei den Sternsingern schätzt der gelernte Tischler vor allem wegen der Begegnung mit den Menschen. „Obwohl ich schon so viele Jahre dabei bin, ist es jedes Jahr aufs Neue schön, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen von Haus zu Haus zu gehen und den Kontakt mit den Menschen im Dorf zu pflegen. Das macht mir großen Spaß.“

Besonders stolz ist Dünser auf den Empfang der Singergruppe Braz bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen im vergangenen Jahr in Wien. „Meine Tochter Barbara, die ebenfalls Teil des siebenköpfiges Organisationsteams ist, war als Begleitperson dabei. Die Euphorie unter den Beteiligten war riesig.“ 2019 hat die Sternsingergruppe Braz exakt 8001 Euro ersungen. „Das war ein tolles Ergebnis“, sagt Dünser und blickt schon freudig auf viele weitere Jahre in der Sternsinger-Gemeinschaft. „So lange mein Herz dafür brennt, werde ich mich für diese Aktion einsetzen.“ VN-TAS

„Wir haben uns an die aktuelle Coronasituation bestmöglich angepasst.“

Zur Person

Roman Dünser

organisiert die Sternsinger-Aktion in Braz und ist Begleitperson

Geboren 8. Jänner 1970

Wohnort Innerbraz

Laufbahn Tischler-Lehre, seit 32 Jahren bei Hilti in Thüringen als technischer Angestellter in der Geräteproduktion tätig, engagiert sich seit 2003 für die Sternsinger-Aktion, seit acht Jahren Leiter des Organisationsteams

Familie verheiratet, zwei Kinder

Hobbys Skifahren und Wandern

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