Brückenbau trotz schwieriger Grundverhältnisse im Plan

Auf der Harder Seite ist der Grund besser, aber es braucht auch Betonpfähle.

Auf der Harder Seite ist der Grund besser, aber es braucht auch Betonpfähle.

Dutzende Betonpfähle für Bau der Rheinbrücke.

Fußach, Hard Obwohl sich die Bodenverhältnisse wie untersucht als denkbar schwierig herausstellen, gehen die Gründungsarbeiten für die Pfeiler der neuen Rheinbrücke über den Fußacher Durchstich planmäßig voran.

„Besonders auf der Fußacher Seite sind die Grundverhältnisse für die Pfeilergründung denkbar schlecht“, sagt Bauleiter Alexander Marx, „und auf der Harder Seite kaum besser.“ Dutzende Betonpfähle müssen bis zu 20 Meter tief in das alte Schwemmland, vor Tausenden Jahren vom Rhein Richtung Bodensee getragen, gerammt werden, um die Pfeiler, von denen sich drei im Gerinne des Flusses befinden, sicherzumachen. Noch tiefer zu gehen brächte nichts, da sich auch darunter keine festeren Schichten wie etwa Kiesbänke, befinden. Die Pfeiler finden nur durch die Seitenreibung stabilen Halt.

So gut wie fertig ist die am Fußacher Ufer fast 40 Meter lange Einhausung der Auffahrtsrampe. Die Zelthalle ist notwendig, um die Schweißarbeiten der Armierungen für die beiden Betonkästen vor Wind und Wetter geschützt ausführen zu können. In der Einhausung werden die Tragelemente betoniert, bevor sie als Segmente Stück für Stück an den Tragseilen über den Rhein geschoben werden. Die Brücke soll als 260 Meter lange Schrägseilbrücke über den Fluß geschoben und als filigranes Bauwerk den alten „Betonbuckel“ ersetzen.

Die alte Brücke, 1972 eröffnet, hat ausgedient und wird nach Plan voraussichtlich 2023 abgebrochen. Sie bewältigte bisher an Spitzentagen 15.000 Pkw und Lastwagen, im Sommer querten auch täglich bis zu 4300 Radfahrer auf diesem Wege den Rhein. Die alte Brücke ist nicht nur „ermüdet“, sondern muss auch für die Erhöhung der Hochwassersicherheit im Zuge des Rhesi-Projekts rund 1,50 Meter höher über den Durchstich führen, was auch einen erheblichen Anteil der 70 Millionen Euro Gesamtkosten für die neuen Verkehrswege, unter anderen werden drei Kreisverkehre entstehen, verursachen wird. gg

<p class="caption">Auf der Fußacher Seite ist der Bau der Stützpfeiler weit fortgeschritten. Im Hintergund die Zelthalle, in der die Tragsegmente für den Vorschub über den Rhein gebaut werden.  GG</p>

Auf der Fußacher Seite ist der Bau der Stützpfeiler weit fortgeschritten. Im Hintergund die Zelthalle, in der die Tragsegmente für den Vorschub über den Rhein gebaut werden.  GG

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