Guy Ortlieb, 82

Ortlieb konnte mit seinen Kollegen das Niveau der Gastronomie anheben.

Ortlieb konnte mit seinen Kollegen das Niveau der Gastronomie anheben.

Am 24. November 2020 ist der Hotelier und Gastronom Komm.-Rat Guy Ortlieb verstorben. Der gebürtige Elsässer (Jahrgang 1938) baute 1964 in Oberlech das Hotel Montana, das zu einem Vier-Stern superior Haus ausgebaut wurde. Seit März 2004 war die Geschäftsführung zwischen Guy Ortlieb und seinem Sohn, dem Weltklasseskiläufer Patrick Ortlieb, geteilt. Patrick Ortlieb meint heute: „Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die hervorragende medizinische Betreuung bedanken, die meinem Vater während seiner schweren Erkrankung zuteil wurde.“ Guy Ortlieb wurde für sein Wirken hoch ausgezeichnet. Es ist ihm dank seiner französischen kulinarischen Erfahrungen und dank des Einsatzes seiner Kollegen gelungen, das Niveau der Gastronomie in ganz Vorarlberg wesentlich anzuheben. Als Mitgeschäftsführer der Oberlecher Wege und Garagen GmbH wurde ein Tunnel zur unterirdischen Verbindung aller Hotels in Oberlech errichtet, der das Sonnenplateau Oberlech völlig autofrei gemacht hat. Guy Ortlieb wurde am 20. November 1938 in Straßburg geboren, wo er auch an der Hotelfachschule maturierte und die Prüfung als diplomierter Sommelier ablegte. Anschließend praktizierte er in mehreren Sterne-Restaurants in Frankreich, der Schweiz und Österreich. Im Jahre 1961 heiratete er Gertraud Hoch – 1964 kam Tochter Sylvie und 1967 Sohn Patrick zur Welt – und machte sich 1964 als Hotelier in Oberlech selbstständig. Der Verstorbene war u. a. Gründungsmitglied, Vorarlberg-Präsident und Mitglied im Bundesvorstand der Bruderschaft Chaine des Rotisseurs, ab 1968 Präsident des Bundes Österreichischer Gastlichkeit in Vorarlberg und sechs Jahre Vize-Präsident auf Bundesebene. 1980 war Guy Ortlieb Gründungspräsident des Gourmet-Club Vorarlberg und war Beirat in kulinarischen Bruderschaften im Elsass, in Burgund und in der Champagne und war auch Mitglied im Werbeausschuss des Landesverbandes Vorarlberg Tourismus. Sein Wissen gab er auch im Rahmen seiner Interessenvertretung weiter. Dabei war ihm die Ausbildung der Nachwuchskräfte für den heimischen Tourismus besonders wichtig.

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