Skiliftbetreiber kämpfen gegen verpflichtende FFP2-Maske

Mit Maske und Abstand auf den Skilift. So wird es zum Saisonstart heuer in allen Skigebieten sein.  AFP

Mit Maske und Abstand auf den Skilift. So wird es zum Saisonstart heuer in allen Skigebieten sein.  AFP

Probleme mit Kontrolle vorprogrammiert. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.

Schwarzach Ski fahren in den Skigebieten wird zum Saisonstart anders als sonst. Das ist allen klar. Doch wie anders? Dass es keine Gastronomie gibt, Personenbeschränkungen bei der Beförderung, Abstandsregeln beim Anstehen, Maskenpflicht auf den Sesseln und in den Kabinen – mit all dem können die Liftbetreiber leben. Aber nicht mit der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen FFP 2-Maske für alle Benützer von Aufstiegshilfen.

Solidarität mit Salzburgern

In Salzburg laufen die Seilbahner gegen diese vorgesehene Regelung Sturm, wollen sich gemeinsam die Option offen halten, die Lifte am 24. Dezember nicht zu öffnen.

Auch in Vorarlberg verursacht der Kürzel FFP2 großen Ärger. „Die Auflage, nur Gäste mit FFP2-Masken zu den Liften zu lassen, würde ein großes Problem bedeuten“, sagt Andreas Gapp (46), Sprecher der Vorarlberger Seilbahner. Er wird konkret: „Wer könnte auf einmal so viele Masken liefern? Wie soll man diesbezüglich mit den Kindern verfahren? Wie soll das mit der Überwachung funktionieren?“, stellt sich Gapp eine Reihe von Fragen. Die Seilbahnwirtschaft trete zum Thema FFP2-Masken noch in intensive Verhandlungen mit der Regierung, um diese Verpflichtung wegzubringen.

Dabei könnte Gapp in seinem Brotberuf als Vorstand der Kleinwalsertaler Bergbahnen das Ganze gelassen sehen. Die dortigen Seilbahnen und Skilifte bleiben über die Weihnachtsferien nämlich gesperrt. „Als Region mit Sonderstatus können wir nicht die Rosinen herauspicken und als einziges Skigebiet in Bayern offen halten“, demonstriert man im Kleinwalsertal Solidarität mit den deutschen Kollegen. Auf alle Fälle öffnen wird man die Skilifte im Brandnertal, FFP2-Maske hin oder her. „Trotzdem schließen wir uns den Salzburger Kollegen in ihrem Protest gegen die speziellen Masken an. Diese Regelung wollen wir wegbringen. Mit allem anderen können wir leben“, berichtet Hannes Jochum (50), Noch-Geschäftsführer der Bergbahnen Brandnertal.

Skifahren werde zum Saisonstart ein einfaches Vergnügen, meint Jochum. „Es gibt keine Gastronomie, kein Angebot für einen Schnellimbiss und keine Aufwärmräume. Der Betrieb ist für uns sicher nicht wirtschaftlich. Aber wir sehen uns im Dienst der Bevölkerung, die Bewegung und Skifahren liebt“, erklärt der künftige Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer. Im Brandnertal sollen zum Saisonstart elf der insgesamt 15 Anlagen den Skifahrern zur Verfügung stehen.

Mehr Personal am Bödele

Für die zahlreichen Familien aus der Region will man auch am Bödele ob Dornbirn ab dem 24. Dezember bereitstehen. „Bei uns hängt der Saisonstart weniger von den FFP2-Masken als von der Schneelage ab“, betont Herbert Kaufmann, GF der Dornbirner Seilbahnen. Freilich werde man die FFP2-Maskenpflicht am Bödele genau überwachen, sollte sie tatsächlich kommen. „Wir werden extra Personal bereitstellen, das alle Sicherheitsmaßnahmen überwacht“, kündigt Kaufmann an. Er rechnet über Weihnachten mit einer starken Frequenz aus der Region im Familienskigebiet. Am 26. Dezember öffnet auch der Betrieb der Karrenseilbahn unter den geltenden Sicherheitsauflagen wieder. VN-HK

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