Coronamutation: Landeverbot für Flüge

Nachdem eine äußerst ansteckende Form des Coronavirus aufgetaucht ist, dürfen Flugzeuge aus Großbritannien in Österreich nicht mehr landen.  AFP

Nachdem eine äußerst ansteckende Form des Coronavirus aufgetaucht ist, dürfen Flugzeuge aus Großbritannien in Österreich nicht mehr landen.  AFP

Eine Virusmutation in Großbritannien sorgt dafür, dass kein Flugzeug von der Insel landen darf.

Brüssel, London Wegen einer besonders ansteckenden neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien lassen mehrere EU-Staaten keine Flüge von der Insel landen. Die Niederlande, Belgien, Österreich und Italien kündigten Flugverbote an, um eine Ausbreitung der in Südengland festgestellten Virusmutation auf dem europäischen Festland zu verhindern. Auch in Deutschland war eine Begrenzung der Flüge im Gespräch. Der britische Premier Boris Johnson verkündete am Samstag mit Blick auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus in London und im Süden Englands neue Beschränkungen für die Region. Johnson sagte, die Verbreitung sei offenbar auf eine Mutation zurückzuführen, die um 70 Prozent ansteckender sei als bekannte Varianten des Coronavirus.

Experten sind vorsichtiger. Der deutsche Virologe Christian Drosten sagte auf Twitter: Die Verbreitung könne Zufall sein. Eine Mutation müsse nicht zwingend dazu führen. Aber es könne möglich sein. Andreas Bergthaler vom Zentrum für Molekulare Medizin in Wien erklärte im Interview mit dem Kurier, dass es ständig Mutationen gebe. Die nun aufgetauchte Mutation sei durch besonders viele Änderungen charakterisiert, könnte sich aber auch durch Superspreader-Events ausgebreitet haben. „Man muss mit der Deutung vorsichtig sein“, sagte Bergthaler. Die britische Regierung könnte damit auch die Verschärfungen begründen wollen. Reaktionen der Wissenschaftler seien wesentlich vorsichtiger.

Österreich hat ein Landeverbot für Flüge aus Großbritannien verhängt. An Details werde noch gefeilt, teilte das Gesundheitsministerium der APA mit. Später bestätigte das Außenministerium: „Wir haben Großbritannien bereits darüber informiert, dass wir zum Schutz unserer Bevölkerung diese einschneidende Maßnahme treffen müssen.“ Die Mutation sei in Österreich bisher nicht nachgewiesen worden.

Auswirkungen auf die Schwere der Verläufe der Krankheiten oder auf die Impfung werden nicht befürchtet.

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