Exklusivtermine für Tests an 15 Schulstandorten

Bestimmte  Gruppen sollen besser erreicht werden können.

Bregenz Nach dem Coronamassentest ist vor dem Coronamassentest. Am 7. und 8. Jänner, so verlautbarten Gesundheits- und Bildungsministerium in einer überraschenden Eilmeldung, soll es Extratestungen an den Schulen geben. Diese zwei Tage bilden in Vorarlberg jedoch nur zwei von insgesamt sechs Testterminen in flächendeckender Form für die ganze Bevölkerung. Die Schulen erhalten zusätzliche Exklusivtestmöglichkeiten. „Am Montag und Dienstag, den 4. und 5. Jänner 2021, wird es an 15 ausgesuchten Schulstandorten Testmöglichkeiten ausschließlich für Schulpersonal geben“, kündigt Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP, 40) an.  Tests nur an Schulen hatte die Bundesregierung am Dienstag überraschend angekündigt.

Gantner begründet das differenzierte Testangebot in Vorarlberg mit dem Ziel, „Gruppen zu erreichen, die wir beim ersten Massentest nicht in gewünschtem Ausmaß erreicht haben.“

Im Sinne der Sache

Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (59, ÖVP) wurde von der in Wien getroffenen Entscheidung für Schwerpunkttestungen an Schulen völlig überrascht. „Ich habe dann mit Bildungsminister Heinz Faßmann noch am selben Tag telefoniert. Wir sind übereingekommen, dass die Kommunikation nicht ideal war, aber dass wir uns in einer Ausnahmesituation befinden. Im Sinne der Sache ist diese Maßnahme richtig“, kommentiert die Vorarlberger Schullandesrätin die schnellen Beschlüsse im Bund. Es erhöhe das Sicherheitsgefühl an den Schulen und die Wahrscheinlichkeit, dass die Bildungsstätten wieder für alle Schüler ihre Pforten öffnen.

85 Fälle

Während der Bund über eine Testpflicht von Lehrpersonen noch nachdenkt, spricht sich die Vorarlberger Schullandesrätin klar dagegen aus. „Wir wollen an das Verantwortungsbewusstsein der Pädagogen appellieren und hoffen, dass möglichst viele Lehrpersonen an den Tests teilnehmen“, lautet ihre Devise.

Die gemeldeten Neuinfektionen an Schulen seit dem 7. Dezember belaufen sich in Vorarlberg auf 85 Fälle an 50 Bildungsstäten. Betroffen sind 66 Schülerinnen und Schüler bzw. 19 Lehrpersonen. Am Muster der Ansteckungen hat sich nichts geändert. Die meisten gibt es in der Sekundarstufe II, die wenigsten an Volksschulen. In Letzteren haben sich seit dem 7. Dezember  elf Kinder und sieben Lehrpersonen angesteckt. In der Sekundarstufe eins waren es 21 Schüler und vier Lehrer, in der Sekundarstufe zwei trotz Lockdown 34 Jugendliche und acht Pädagogen.

An den Schulen kommen die Schnelltests laut Auskunft der Bildungsdirektion gut an, die Abwicklung funktioniere bestens. VN-HK

„Ich war überrascht von der Ankündigung von Tests an Schulen. Aber es ist im Sinne der Sache.“

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