Haubenträgerin

Janine Wieland präsentiert ihre Kreationen auch auf Instagram.  Privat

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Janine Wieland kocht in Brand auf Haubenniveau.

Brand „Dieses kleine, feine Restaurant in Brand möchte seine Gäste kulinarisch glücklich machen. Dafür sorgen Vater und Tochter in der Küche und Mutter Annette als Gastgeberin im Service“, schreibt der Gault Millau in seiner aktuellen Ausgabe über das Alpensteakhaus der Familie Wieland. Für die „köstliche Erdäpfelsuppe mit Kakao“, das „perfekte Rumpsteak“ und die „erfrischenden Sorbets“ gab es eine Haube und zwölf Punkte und somit einen Punkt mehr als im Jahr zuvor.

Janine Wieland kocht seit dem Winter 2018 im elterlichen Betrieb. Die 24-Jährige ist die Chefin bei den Desserts, den Vorspeisen und den Beilagen, Papa Martin ist für das Fleisch zuständig, „Da wir nur zu zweit in der Küche sind, haben wir beide quasi gleich viel zu sagen“, merkt die Jungköchin mit einem Schmunzeln an.

Köchin statt Konditorin

Dass sie einmal in der Gastronomie arbeiten möchte, stand für die junge Brandnerin bereits im Volksschulalter fest. „Ich bin damit aufgewachsen. Für mich hat es nie etwas anderes gegeben und wird es nie etwas anderes geben. Papa und Mama haben mich auch immer integriert“, erzählt sie. Der ursprüngliche Plan sah eine Konditorlehre vor. Am Ende kam es aber anders als gedacht.

Weil sie keine geeignete Stelle fand, ließ sich Janine Wieland im Hotel Rote Wand in Lech und im Hotel Valavier in Brand zur Köchin ausbilden. „Nach der Lehre wollte ich wieder eine Konditorstelle als Lehrling, es war aber nie was Passendes dabei“, ergänzt sie. Die süße Seite des Lebens kam bei der Jungköchin trotzdem nicht zu kurz.

Die Oberländerin heuerte im Hotel Post in Lech in der Pâtisserie an, wo sie das Handwerk von der Pike auf lernte. Anschließend kochte sie bei der Formel 1, in Bezau und auf Mallorca. „Vom Strand habe ich dann den Papa angerufen und ihm gesagt: ,Ich glaube, jetzt ist es so weit.‘“

Seit 2009

Das Alpensteakhaus im Muhledorfle in Brand gibt es seit mittlerweile elf Jahren. Im Vorjahr schaffte es das Restaurant erstmals in die Haubenwertung. Für Janine Wieland ist die Ausgabe für 2021 trotzdem eine Premiere. „Der Gault Millau hat letztes Jahr vergessen mich reinzuschreiben“, erzählt Janine Wieland. Die 24-Jährige nimmt‘s mit Humor. Von ihr wird man vermutlich ohnedies noch einiges hören. Im Laufe der kommenden fünf Jahren plant die Neo-Haubenköchin den Betrieb von ihren Eltern zu übernehmen. „Dass es dann ein Steakhaus bleibt, glaube ich eher nicht. Ich mache dann mein eigenes Ding draus, allerdings step-by-step“, verrät sie. Bis es so weit ist, möchte sie in der Zwischensaison bei Praktika in verschiedenen Betrieben Erfahrungen sammeln. Unterstützung bekommt sie auch von ihrem Freund, der mit Ende 20 gerade seine Kochlehre absolviert. Janines Philosophie in der Küche? „Dass alles frisch und echt gekocht ist. Ich möchte eine ehrliche Küche haben, und dafür stehen wir auch“, sagt sie. Besonders ist auch der „Brandner Almochs“, der seit knapp einem Jahr exklusiv im Alpensteakhaus und im Hotel Sarotla serviert wird. Verwertet wird alles, „from nose to tail“. „Regionalität ist uns auch sehr wichtig“, unterstreicht die Brandnerin. Der Gault Millau schwärmt: „Gut abgestimmt und vorzüglich schmeckend.“ VN-ger

„Ich möchte eine ehrliche Küche haben und dafür stehen wir im Alpensteakhaus auch.“

Zur Person

Janine Wieland

hat vom Gault Millau die erste Haube bekommen.

Geboren 28. November 1996

Wohnort Brand

Ausbildung Kochlehre im Hotel Rote Wand in Lech und im Hotel Valavier in Brand

Familie in einer Beziehung

Hobbys Skifahren, Snowboarden, gut essen gehen

Instagram @chef_janinewieland,
@janineszuckerguss

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