Legionär bei Rapid

Der Bludenzer Dominik Lampacher wechselte von Altach nach Wien zu Rapid. RApid

Der Bludenzer Dominik Lampacher wechselte von Altach nach Wien zu Rapid. RApid

eSportler Dominik Lampacher hat einen neuen Verein.

Bludenz Was haben Lucas Galvão und Dominik Lampacher gemeinsam? Beide wechselten vom SCR Altach zu Rapid Wien. Lampacher ist allerdings nicht in der Verteidigung der Fußball-Bundesliga beheimatet, sondern auf dem virtuellen Rasen der Fußballsimulation FIFA. Seinen Durchbruch hatte der Bludenzer vor knapp drei Jahren, bei einem Qualifikationsturnier der Rheindörfler für die eBundesliga. Dort konnte er mit starken Leistungen aufzeigen und wurde in den Folgejahren zum festen Bestandteil der Altacher FIFA-Mannschaft, ehe er im Oktober 2020 einen Vertrag bei den Grün-Weißen unterzeichnete. „Ich bin Altach total dankbar, da konnte ich mich super in Szene setzen“, erzählt der 26-Jährige, „das war jetzt einfach der nächste Schritt.“

Und wie kam dieser zustande? „Mario Viska, der eSports-Kapitän von Rapid, hat mich über Facebook angeschrieben. Am nächsten Tag haben wir dann telefoniert und er hat mir mitgeteilt, dass Rapid ein Angebot für mich hat“, erzählt Lampacher. „Sie hätten mich in den letzten zwei Jahren immer wieder beobachtet und festgestellt, dass sich meine Leistungen immer weiter verbessert haben.“ Sowohl bei FIFA 19 als auch bei FIFA 20 gelang dem 26 Jahre alten Bludenzer bereits der Sprung in die Top 100 der Weltrangliste.

Lebensmittelpunkt im Ländle

An den Lebensumständen des Bludenzers ändert sich vorerst aber nicht allzu viel. „Man hat im eSport eh schon immer relativ viel von Zuhause aus gemacht und oft Online-Turniere gespielt“, so Lampacher, der weiterhin in Vorarlberg wohnt und lebt. Unter normalen Umständen wäre er zwar regelmäßig nach Wien gereist, aber aufgrund der Corona-Beschränkungen verlagerte sich das eSports-Geschehen noch intensiver in den Online-Bereich. „Eigentlich wären im Vorfeld der Bundesligasaison mit dem Team auch einige Bootcamps geplant gewesen. Die mussten aber wegen der aktuellen Geschehnisse abgesagt werden. Dort hätten wir dann auch mal die Möglichkeit gehabt, privat etwas miteinander zu unternehmen und uns näher kennenzulernen.“

Angriff auf den Meistertitel

„Man steht bei einem Verein wie Rapid und durch die Größe der Bundeshauptstadt etwas mehr im Rampenlicht und der Druck ist größer“, zieht Lampacher ein erstes Fazit seit seinem Wechsel nach Wien. In der nationalen eBundesliga, dem offiziellen eSport-Bewerb der Österreichischen Fußball-Bundesliga, wolle man im Jänner auf jeden Fall um die Meisterschaft mitspielen. Parallel dazu wollen sich Lampacher und sein neues Team aber auch auf internationaler Ebene beweisen. An erster Stelle nennt der Bludenzer dabei die Qualifikation für die virtuelle FIFA-Klubweltmeisterschaft 2021 als großes Ziel. „Wir müssen uns nicht verstecken, alle vier Spieler von uns waren schon in der weltweiten Top-100 der FIFA Weekend League vertreten.“

Gute Erinnerungen

Auf die gemeinsame Zeit beim SCR Altach blickt Lampacher ausschließlich positiv zurück. „Es ist ein sehr familiärer Verein, der Club wird mir immer etwas bedeuten. Es gibt zahlreiche schöne Erinnerungen, wie zum Beispiel in der ersten Saison, als wir in der eBundesliga auf der großen Bühne als Außenseiter Salzburg geschlagen haben.” Selbst Spieler aus der Altacher Profimannschaft lernte er näher kennen, auch wenn es nach Lampachers Angaben bisher zu keinen direkten FIFA-Duellen kam: „Daniel Nussbaumer wurde in dieser Zeit zu einem richtig guten Freund von mir, wir sind  regelmäßig in Kontakt. Sobald Stadionbesuche wieder erlaubt sind, werde ich selbstverständlich wieder SCRA-Spiele besuchen.“ Er

Zur Person

Dominik Lampacher
Der Bludenzer kam durch seine älteren Brüder erstmals mit dem FIFA-Fußball-Videospiel in Berührung

Geboren 5. Dezember 1994

Beruf Kaufmännischer Angestellter

Familie ledig, zwei Brüder (Manuel und Daniel)

Hobbys Fußball, einst als Aktiver bei Rätia Bludenz und Bürs, und Fitnesstraining

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