MENSCHEN VON NEBENAN. Ihr Alltag, ihre Sorgen, ihre Wünsche

Langen Weg gegangen

von Heidi Rinke-Jarosch
In seinem Praxisraum behandelt Clemens Pescoll mit Engelsenergie.  HRJ

In seinem Praxisraum behandelt Clemens Pescoll mit Engelsenergie.  HRJ

Clemens Pescoll (41) ist in zwei Welten daheim.

BREGENZ Es gibt wohl nichts, was Clemens Pescoll aus dem Gleichgewicht hebeln kann. Der 41-jährige Krankenpfleger und Energetiker strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. In seiner Wohnung in Bregenz-Vorkloster, in der er einen speziellen Praxisraum eingerichtet hat, erzählt er aus seinem Leben, das am 22. Oktober 1979 begonnen hat.

Als Clemens Pescoll zur Welt kommt, wird der fünfte Bauabschnitt der Bregenzer Achsiedlung fertiggestellt. In diesen Teil der größten Wohnsiedlung Vorarlbergs zieht die Familie Pescoll Anfang der 1980er-Jahre ein, dort wächst Clemens mit zwei jüngeren Geschwistern auf. 1999, im Anschluss an die Matura am BORG Lauterach, fängt er an der Universität in Innsbruck ein Medizinstudium an. „Das war aber nicht das Richtige für mich“, erzählt er. Die Krankenpflegeausbildung habe ihm mehr zugesagt.

Arbeit mit Energie

2005 kehrt er mit dem Diplom in der Hand nach Vorarlberg zurück. Ein knappes Jahr lang pflegt er privat einen Patienten, dann bekommt er eine Stelle in der Dialysestation Bregenz. Dort ist er immer noch beschäftigt, jetzt in Teilzeit, denn sein größtes Interesse gilt seit jeher der Alternativmedizin. „Bis ich angefangen habe, mich intensiv damit zu beschäftigen, bin ich einen langen Weg gegangen“, erinnert er sich. Dieser Weg beginnt im Herbst 2011, da entscheidet er sich für die Heilpraktiker-Ausbildung in Deutschland. Zwei Jahre später hat er sie beendet. In Österreich darf er jedoch nicht mit der Berufsbezeichnung Heilpraktiker tätig sein. Dennoch eröffnet er eine Praxis – als Energetiker eben. Das ist hierzulande jedem erlaubt, sogar jenen, die gar keine Kenntnisse in einem Heilberuf nachweisen. Das Energetiker-Gewerbe ist nicht geschützt. Clemens Pescoll nimmt das gelassen: „Ich arbeite ja viel im energetischen Bereich“. Er habe die Fähigkeit, mit Energieübertragung Heilprozesse in Gang zu setzen, erklärt er. „Ich kann dadurch kranken Menschen helfen, zum Beispiel Schmerzzustände lindern und zur Lösung von seelischen Problemen beitragen.“ Zudem unterstützt er energetisch bei Krebstherapien. Bei seinen energetischen Behandlungen setzt er die Energie von Engeln ein. „Mit Religion hat das nichts zu tun“, stellt er klar. Engel sieht er als spirituelle Wesen aus der feinstofflichen Welt, die ihm Botschaften mitteilen und Energie übertragen. Ihm gehen drei Engel zur Hand: „Ich rufe sie mittels eines Rituals zu mir. Und wenn sie da sind, spüre ich es. Dann fließt ihre Energie durch mich in meinen Klienten.“ In der Dialysestation ist Pescoll als Krankenpfleger nur mit schulmedizinischer Versorgung konfrontiert. Er ist für die Vorbereitung der Patienten auf die Blutwäsche und die Überwachung während des Verfahrens verantwortlich. Seine Schicht dauert entweder sechs oder zwölf Stunden. Danach geht er heim und arbeitet in seinem Praxisraum als Energetiker. Oder er fährt in die Schweiz zur Ordination des Alternativmediziners Manfred Doepp, mit dem er zusammenarbeitet. Oder er beschäftigt sich mit der Entwicklung eigener Heilmittel, etwa zur Stärkung des Immunsystems.

In seinem Privatleben spielt die Partnerin die wichtigste Rolle. Zudem ist Clemens Pescoll sportlich aktiv, er schwimmt, wandert, spielt Tennis. Das Sportverbot wegen Corona lässt indes Schwimmen und Tennis momentan nicht zu.

Umgang mit Corona

Auf Corona angesprochen, weist er darauf hin, dass die Pandemie sehr ernst zu nehmen ist. „Die Frage lautet: Wie lange wollen wir in Angst leben? Corona wird nicht verschwinden. Man muss damit umgehen, ohne Angst und Panik zu verbreiten. Angst und Panik schwächen das Immunsystem, und das macht anfälliger für alle Arten von Erkrankungen.“

Corona wegen sind auch alle einst geplanten Reisen gestrichen. Macht nichts. Er ist eh schon weit herumgekommen. So bleibt Clemens Pescoll im Land, wo es sowieso am schönsten ist: „Hier gibt es unzählige Orte, wo ich mit der Natur eins sein und Energie tanken kann.“

„Mit Corona muss man umgehen, ohne Angst und Panik zu ver­breiten.“

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