Keine größere Gefahr für ­Religionsgemeinschaften

Schwarzach Eine Pressekonferenz von Innenminister Karl Nehammer sorgt für Verwirrung. Wie er am Donnerstag bekannt gab, soll der Wien-Attentäter vom 2. November gezielt nach weiteren Opfern in Kirchen gesucht haben, ehe er erschossen wurde. Einzelheiten gab Nehammer nicht preis. Die Kommunikation zum laufenden Ermittlungsverfahren sei das Exklusivrecht der Staatsanwaltschaft Wien. Die Sprecherin der Wiener Anklagebehörde, Nina Bussek, meinte im Anschluss auf APA-Anfrage, sie könne Nehammers Angaben nicht kommentieren. Der Staatsanwaltschaft liege kein Bericht vor.

Nehammer ordnete die verstärkte Bewachung von Kirchen und Synagogen in sämtlichen Bundesländern an. Die neun Landespolizeidirektionen sowie die Ämter für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung seien informiert worden. Doch in Vorarlberg sieht man das anders. Man werde wie bisher im normalen Streifendienst auch an Kirchen vorbeifahren, heißt es auf VN-Anfrage aus der Landespolizeidirektion. Es sei weder eine erhöhte Alarmstufe noch eine besondere Gefahr bekannt. Auch Nehammer sagte: Ein konkretes Bedrohungsszenario gegen kirchliche Einrichtungen liege nicht vor. Allerdings befinde man sich in einer besonders heiklen Phase.

Vorarlbergs Sicherheitslandesrat Christian Gantner sieht ebenfalls keinen Bedarf. „Eine verstärkte Überwachung hat bisher nicht stattgefunden. Es gibt keinen Hinweis auf Gefährder.“ Zumal die Kirchen bis 6. Dezember geschlossen sind. Die Polizei und das Land seien sowieso im ständigen Austausch mit den Religionsgemeinschaften des Landes. VN-mip

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