Auch Spitäler öffnen für Besucher

Die 3. Kompanie des Miliz-Jägerbataillons Vorarlberg beendete gestern ihren Covid19-Präsenzdienst. Für ihre Leistungen wurden die Milizsoldaten mit der Einsatzmedaille des Bundesheeres ausgezeichnet.  Markus Koppitz

Die 3. Kompanie des Miliz-Jägerbataillons Vorarlberg beendete gestern ihren Covid19-Präsenzdienst. Für ihre Leistungen wurden die Milizsoldaten mit der Einsatzmedaille des Bundesheeres ausgezeichnet.  Markus Koppitz

Weitere Lockerungen und Ausbau der Prävention gegen Coronagefahr im Land geplant.

Bregenz „Maske tragen, Hände waschen, Abstand halten“: Vor und nach jeder Corona-Pressekonferenz ist seit Monaten derselbe Appell angesagt. Doch die Inhalte dazwischen transportieren mittlerweile viel erfreulichere Botschaften. Die Gesundheitsstrategie ordnet sich dem Ziel unter, eine zweite Welle möglichst zu verhindern. Auch wenn Landesrätin Martina Rüscher mit weiteren Infektionen und Clusterbildungen rechnet, soll nicht zuletzt durch die Ausweitung und Verbesserung der Testungen ein sofortiges Erkennen und Reagieren auf Erkrankungen möglich werden.

„Die Zahlen sind stabil“, durfte Rüscher trotzdem erfreut vermelden. Seit 1. Juni gibt es, Stand jetzt, acht zusätzliche Infektionen. Insgesamt sind es 909, 14 Personen sind derzeit erkrankt, eine Person im Krankenhaus.

Neue Testangebote

Künftig bietet sich auch vermehrt für Personen ohne Symptome die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Unter www.vorarlberg.at/coronatest wurde ein Online-Zugang eingerichtet. Ein PCR-Test kostet 115 Euro inklusive Probenabnahme. Die Testkosten für Personen mit Symptomen oder vom Infektionsteam angeordnete Tests übernimmt weiterhin das Land Vorarlberg.

Zusätzlich zum PCR-Test bietet das Land seit Montag auch die Möglichkeit zu einem treffsicheren Antikörpertest, der Gewissheit über das Vorhandensein von Antikörpern im Blut zum Nachweis einer abgelaufenen Covid19-Infektion schafft.

Bei den 24-Stunden-Betreuerinnen wurden seit Einführung einer Ersttestung bis 7. Juni 332 Tests durchgeführt. 211 Personen haben sich bereits ein zweites Mal testen lassen.

Hilfe für Tourismus

Sicherheitslandesrat Christian Gantner (39) freut sich indes über die Grenzöffnungen zu den Nachbarländern und geht davon aus, dass diese am 15. Juni auch für Vorarlberger ihre Grenzbalken wegräumen. Vor allem der Tourismus braucht Gäste aus Deuschland und der Schweiz. Für die heimische Branche werde laut Gantner 15 Millionen Euro als Unterstützung vom Land ausbezahlt. „Das ist das größte Hilfsprogramm, welches das Land für eine Branche je leistete“, sagt Gantner. „214 Anträge sind schon eingelangt, 1,18 Millionen Euro wurden bereits ausbezahlt.“

Gantner appelliert an die Vorarlberger Bevölkerung, heuer im eigenen Land Urlaub zu machen. „Bei uns ist es sicher“, behauptet der Landesrat. Ein Beweis dafür: flächendeckende Testungen in Tourismusbetrieben. Eine Pilotregion ist diesbezüglich das Montafon. Dort wurden seit 29. Mai dieses Jahres 117 Mitarbeiter von 21 Beherbergungsbetrieben einmal wöchentlich durch das Rote Kreuz auf Covid19 getestet. VN-HK

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