So wird das neue Hallenbad für Bregenz

Dem Stadtrat wurden die Pläne präsentiert, nun folgt die Detailplanung mit möglichen Anpassungen.

Bregenz Der Entwurf der Vorarlberger Architekten Riegger, Metzler und Schelling wurde einstimmig von der Jury angenommen. Und auch Bürgermeister Markus Linhart wird nicht müde zu betonen, dass alle Parteien hinter dem Projekt stehen. Dem Stadtrat wurden die Pläne im Mai vorgestellt, nun folgt die Detailplanung mit eventuellen Anpassungen im Design. Eine Präsentation für die Bevölkerung sei vorgesehen, aufgrund der Pandemie derzeit jedoch noch nicht möglich.

Konzipiert wird das neue Hallenbad als Bürgerbad für alle, mit vielseitiger Nutzbarkeit und einem geteilten Thermalbereich mit unterschiedlichen Eintrittspreisen. Damit will man sich auch von der „Konkurrenz“ in Lindau und St. Margrethen abheben. Gerade mit der Rutsche soll das Bad auch für die Jugend wieder attraktiver werden.

Badebereich und Sauna

Die Schwimmhalle soll über zwei 25-Meter-Becken verfügen, mit einem etwas kühleren Becken vor allem für die sportliche Nutzung. Vom Umkleidebereich aus optisch dahinter liegen links das 16 Meter lange Nichtschwimmerbecken mit dem Kleinkinderbereich. Auf der rechten Seite findet sich das Kursbecken. Dessen Besonderheit: Eine verstellbare Beckentiefe von 30 bis 180 Zentimeter dank dem Hebebühnenboden. Daneben ist der Zugang zum Warmwasseraußenbecken, welches auch überdacht ist. Dazwischen liegt die geschlossene Rutschenanlage, welche auch vom Freibad aus zugänglich ist. Eine räumliche Abtrennung durch Glaswände des gesamten hinteren Bereichs ist nach Bedarf möglich.

Der Saunabereich befindet sich an der Seeseite. Im Erdgeschoß sind neben der Saunabar und dem Zugang zum Saunagarten mit Bewegungsbecken noch Dusch- und Sanitäranlagen. Darüber entlang der gesamten Breite zum See hin der Saunabereich an sich. Hier gibt es neben zwei Ruhebereichen auch Saunen, Tauchbecken, Warmwassersprudel und ein Dampfbad.

Gastronomie

Dem gegenüber ist im Erdgeschoß die Gastronomie angesiedelt. Diese wird nach außen hin offen sein und steht damit nicht nur Badegästen offen. Der Zugang zur Schwimmhalle ist nahe des Kleinkinderbereichs, im Sommer ist auch ein Zugang vom Freibad mit eigenem Sitzbereich möglich. Ein Kioskbetrieb sowohl zum Freibad wie auch zur Schwimmhalle hin sind ebenfalls vorgesehen.

Die Optik

Um das Gebäude zieht sich als Vordach das zum See hin öffnende Schrägdach des Bades. Im Bereich der Schwimmhalle wird das Dach optisch zurückgeschlagen. So entstehen nicht nur die erforderlichen Raumhöhen für Saunabereich und Rutsche, sondern auch Luftraum in der Badehalle und Südfenster über der Gastronomie. Dies erlaubt ab dem Vormittag ein attraktives Lichtspiel innerhalb des Hallenbades, vor allem am Abend durch die nach Westen hin offene Bauweise, betont Bauamtleiter Bernhard Fink.

Finanzierung

Der Standort neben der Werkstattbühne erlaubt den Bau bei laufendem Betrieb. Linhart betont die weiterhin hohe Priorität des Schimmbades und setzt auf eine Mitfinanzierung des Landes. Schließlich sind mehr als die Hälfte der Badegäste von außerhalb der Stadt. Eine reine Sanierung wäre mit Kosten von 25 Millionen und jährlichen Instandhaltungskosten von einer halben bis ganzen Million nicht vertretbar. VN-rau

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