Auferstehen aus der Angst

Schon im Jahr 741 haben Mönche von der Reichenau das Benediktinerkloster Niederaltaich nahe Passau begründet. Im Konvent leben heute rund 30 Mönche in zwei Traditionen: Ein Teil betet und lebt nach römisch-katholischem, der andere Teil nach byzantinischem Ritus. Das Kloster beherbergt eine kostbare Sammlung von Ikonen, darunter diese russische Auferstehungs-Ikone aus dem 18. Jahrhundert. „Sie vereint“, so Pater Johannes Hauckl OSB, „Berichte verschiedener Evangelisten und traditionelle Motive.“ Was sehen wir? „Im Zentrum des Bildes erscheint Christus oben als Auferstandener aus dem Grab (westlicher Einfluss), unten auf zwei kreuzförmig liegenden Grabplatten (östlicher Einfluss). Sie symbolisieren die Pforten der Hölle, die Christus durch seine Erlösungstat gleichsam eingerissen oder ausgehängt und damit den Weg zum Leben eröffnet hat. Er fasst Adam (hebräisch „Mensch“) bei der Hand, zieht ihn mit Eva aus dem Grab und holt mit ihnen alle Gerechten des Alten Testaments, darunter die Könige David und Salomo, aus dem Schlund des Hades. Angeführt von Johannes, dem Vorläufer, wandeln sie zum lichtvoll-weißen Paradies rechts oben, dessen Pforte sich öffnet. Links daneben die Erscheinung des Auferstandenen vor Maria Magdalena, rechts unten die vor Petrus und den fischenden Jüngern. Dionys Asenkerschbaumer

Schon im Jahr 741 haben Mönche von der Reichenau das Benediktinerkloster Niederaltaich nahe Passau begründet. Im Konvent leben heute rund 30 Mönche in zwei Traditionen: Ein Teil betet und lebt nach römisch-katholischem, der andere Teil nach byzantinischem Ritus. Das Kloster beherbergt eine kostbare Sammlung von Ikonen, darunter diese russische Auferstehungs-Ikone aus dem 18. Jahrhundert. „Sie vereint“, so Pater Johannes Hauckl OSB, „Berichte verschiedener Evangelisten und traditionelle Motive.“ Was sehen wir? „Im Zentrum des Bildes erscheint Christus oben als Auferstandener aus dem Grab (westlicher Einfluss), unten auf zwei kreuzförmig liegenden Grabplatten (östlicher Einfluss). Sie symbolisieren die Pforten der Hölle, die Christus durch seine Erlösungstat gleichsam eingerissen oder ausgehängt und damit den Weg zum Leben eröffnet hat. Er fasst Adam (hebräisch „Mensch“) bei der Hand, zieht ihn mit Eva aus dem Grab und holt mit ihnen alle Gerechten des Alten Testaments, darunter die Könige David und Salomo, aus dem Schlund des Hades. Angeführt von Johannes, dem Vorläufer, wandeln sie zum lichtvoll-weißen Paradies rechts oben, dessen Pforte sich öffnet. Links daneben die Erscheinung des Auferstandenen vor Maria Magdalena, rechts unten die vor Petrus und den fischenden Jüngern. Dionys Asenkerschbaumer

Das Osterfest 2020 hat mit dem Anlass vor 2000 Jahren viel gemeinsam.

Hard „Frühmorgens“ und „in der Morgendämmerung“ – so beginnen die Evangelisten ihre Erzählung von der Auferstehung Christi. Sie geschieht nicht pompös. Die Autoren berichten weder von Trompetenschall noch Trommelwirbel. Stattdessen stehen ein paar verhuschte Frauen am Grab und finden den Leichnam ni

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