Dornbirner Spitzenpolitiker verschieben Abschied

Vizebürgermeister Martin Ruepp bleibt vorerst im Amt.

Vizebürgermeister Martin Ruepp bleibt vorerst im Amt.

Vizebürgermeister Ruepp und SP-Stadtrat Greber verlängern ihre Amtszeit bis zur Gemeindewahl.

Dornbirn Eigentlich wollten zwei Dornbirner politische Urgesteine, die jahrzehntelang die Politik mitbestimmt hatten, nach den Gemeindewahlen den Hut nehmen, um Jüngeren Platz zu machen. Nach den wegen der Corona-Krise abgesagten Gemeindewahlen haben Vizebürgermeister Martin Ruepp (ÖVP) und Stadtrat Gebhard Greber (SPÖ) angekündigt, ihre Ämter bis zu einem neuen Wahltermin weiterhin auszuüben.

„Ich bleibe auf jeden Fall bis zum Ende der Legislaturperiode“, ist Ruepp bereit, weiterhin politische Verantwortung an der Seite von Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zu übernehmen. Dass das Politikgeschäft durch die verschiedenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus nicht einfacher wird, ist ihm bewusst. Sitzungen von Ausschüssen müssen abgesagt werden, auch die Stadtvertretungssitzungen im April und Mai sind gefährdet. Hochbauprojekte könnten gebremst werden, da niemand weiß, wie sich die Krisensituation auf die Bauwirtschaft auswirkt. „So wurde die Frist für den Wettbewerb der Turnhalle Haselstauden verlängert, auch die Jury wird später tagen als vorgesehen“, kann Ruepp nicht garantieren, ob das Millionenprojekt rechtzeitig umgesetzt werden kann.

Baustelle Stadtspital

Auch die Baustelle im Dornbirner Stadtspital muss neu organisiert werden, weil viele Firmen gleichzeitig am Arbeiten sind und damit gerechnet werden muss, dass es zu Ausfällen kommt, schließt Ruepp Verzögerungen nicht aus. Es ist also nicht sicher, ob der rund 25 Millionen Euro teure Umbau des OP-Traktes tatsächlich rechtzeitig fertig wird. Der Krankenhausbetrieb läuft allerdings in den gewohnten Bahnen weiter.

Auch für Gebhard Greber (SPÖ), ist es Ehrensache, sein Amt als Stadtrat weiterhin auszuüben. „Ich wäre ohnedies schweren Herzens gegangen“, gibt der langjährige Chef der Dornbirner Sozialdemokraten zu, dass ihm der Abschied aus der Stadtregierung nicht leicht fallen wird. Er rechnet damit, dass die Gemeindewahlen wegen der Corona-Krise frühestens im Herbst, eher Anfang 2021 stattfinden werden. Seine tägliche Arbeit für die Stadt erledigt er derzeit hauptsächlich per Telefon. Und das läutet ständig, weil er als Tiefbaustadtrat für mehrere Projekte die Verantwortung trägt. „Wichtig ist, dass die Stadt beschlussfähig bleibt“, betont Greber.

Aus diesem Grund werden die Sitzungen der Stadtregierung derzeit wie gewohnt wöchentlich stattfinden. Allerdings treffen sich die Regierungsmitglieder nicht mehr im gewohnten Sitzungszimmer, sondern im großen Sitzungssaal, wo die Möglichkeit besteht, genügend körperlichen Abstand einzuhalten. HA

<p class="caption">Stadtrat Gebhard Greber (SPÖ) verschiebt Pensionsantritt.</p>

Stadtrat Gebhard Greber (SPÖ) verschiebt Pensionsantritt.

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