Gemeinden stehen hinter den Spielplatzschließungen

In Lustenau wird auf Beschilderung gesetzt. Auch hier sind alle Spielplätze gesperrt.

In Lustenau wird auf Beschilderung gesetzt. Auch hier sind alle Spielplätze gesperrt.

Vorarlbergs Spielplätze bleiben zu, leise Kritik an Anschober. 

Feldkirch, Götzis, Thüringen In Vorarlberg wurden im Lauf der Woche von den Gemeinden die Spielplätze komplett geschlossen. Dabei bleibt es, auch wenn Gesundheitsminister Rudi Anschober zuletzt betonte, dass Parks und Spielplätze, zumindest vorerst, offen bleiben würden. Die VN berichteten. 

Dabei gehen die Gemeinden teilweise unterschiedlich vor, wie ein VN-Rundruf bzw. eine Nachschau zeigt. Die Aussagen von Anschober werden dabei zumindest leise kritisiert. Clemens Ender, Landtagsabgeordneter und Vizebürgermeister von Götzis, betont etwa: „Wenn Baufirmen die Arbeit niederlegen, weil sie den Sicherheitsabstand nicht einhalten können, dann wird das bei kleinen Kindern erst recht nicht anders sein.“ Deshalb habe man Spielplätze geschlossen und das auch ausgeschildert und mit Absperrband ersichtlich gemacht. Die Sperre funktioniere. „Bei uns gibt es gottlob genug freie Natur, für die, die keinen Garten haben“, sei bei uns die Lage ja auch anders als in den Großstädten.

Sein Landtagskollege Harald Witwer, Bürgermeister von Thüringen, erklärt, dass die Sperre österreichweit gelte, die Meldung von  Anschober sei nicht richtig und werde hoffentlich bald korrigiert. Auch in Thüringen wird mit Band und Schild hingewiesen: „Bisher halten sich alle an das Verbot“, lobt er die Disziplin der Thüringer.

Feldkirch schließt ohne Schild

In Feldkirch wird das anders gehandhabt. Weder ein Absperrband noch eine Beschilderung machen auf das Verbot aufmerksam, wie ein Ortsaugenschein im Reichenfeld zeigt. Der Spielplatz ist fast komplett verlassen, gerade einmal eine Familie ist dort und verlässt gerade den Platz. „Das ist meiner Meinung nach erlaubt“, erklärt der Vater, der seinen Namen nicht nennen will: „Es ist schwer, mit den Kindern am Spielplatz vorbeizugehen. Sie sehen die Geräte und wollen dann natürlich spielen.“   

Aber auch in Feldkirch ist das Benutzen der Spielplätze verboten, macht Bürgermeister Wolfgang Matt klar. Der Feldkircher Krisenstab ist der Meinung, dass es keine weitere Beschilderung brauche. Die Stadtpolizei kontrolliere die Spielplätze immer wieder und würde gegebenfalls ermahnen. „Wir sind bei allen Versammlungen von Menschen strikt“, macht Matt klar. Beim ersten Mal bleibe es bei einer Ermahnung. „Wiederholtes Zuwiderhandeln kann aber teuer werden“, erklärt Feldkirchs Gemeindeoberhaupt. Bis zu 3000 Euro an Strafen könnten anfallen. Insgesamt stellt Matt den Feldkirchern ein gutes Zeugnis aus, jeglich Jugendliche, viele davon mit Migrationshintergrund, würden teilweise wenig Verständis zeigen. Hier bereite man im Integrationsbüro eine Aufklärungskampagne vor. „Ich stehe 100 Prozent hinter den Maßnahmen und werde mich für eine rigorose Umsetzung einsetzen“, betont Matt. Kritik will er keine üben, er habe sich an den Aussagen des Landes orientiert, diese seien sehr klar. 

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.