Wo sich Arlberger in Zeiten der Krise die Grundnahrung holen

"Wir haben alles für die Nahversorgung - nur das Klopapier ging einmal aus", lacht Herbert Dönz in seinem Dorfladen in Stuben.

"Wir haben alles für die Nahversorgung - nur das Klopapier ging einmal aus", lacht Herbert Dönz in seinem Dorfladen in Stuben.

Drei Lebensmittelgeschäfte sichern in Stuben und Lech die Nahversorgung.

Lech, Stuben Sich mit genügend Grundnahrungsmitteln versorgen zu können, hat vor allem in Zeiten einer Krise naturgemäß einen hohen Stellenwert. Und wenn zu allem Überdruss auch noch die Heimatgemeinde für Wochen unter Quarantäne gestellt wird, gewinnt der Laden ums Eck noch mehr an Bedeutung. So auch in Kleingemeinden wie Lech oder Stuben, aus denen es aufgrund des Coronavirus bis auf Weiteres weder ein Hinaus- noch ein Hereinkommen gibt. Im Tourismuseldorado Lech, wo die Coronakrise für ein apruptes Ende der um diese Jahreszeit üblichen Betriebsamkeit gesorgt hat, sind ein Spar und ein Markt für die Nahversorgung zuständig.

Klopapier auch in Lech gefragt

Den Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 400 Quadratmetern Verkaufsfläche betreibt Hotelier und Einzelhandelskaufmann Günter Pfefferkorn (75) gemeinsam mit Adeg. Der Kaufmann geht nicht davon aus, dass Teile seines Angebots ausverkauft sein könnten. „Wir werden trotz Quarantäne beliefert und sind mit Lebensmitteln bestens bestückt, es fehlt nichts im Sortiment.“ Ist es auch in Lech zu Hamsterkäufen gekommen? „Kurzzeitig ging uns einmal das Klopapier aus. Nachdem aber alle Hausgäste aus dem zu unserem Betrieb zählenden Hotel wegen der Quarantäne früher abreisen mussten, konnten wir uns vor dort Papier fürs Geschäft besorgen“, erzählt Pfefferkorn. Das Geschäft läuft zwar gut, allerdings ist deutlich spürbar, dass die rund 3500 Mitarbeiter der Lecher Betriebe fast zur Gänze abgereist sind. „Das ist ein wichtiger Faktor für uns als Nahversorger.“

Im Dorfladen von Herbert Dönz (60) in der zur Gemeinde Klösterle zählenden Parzelle Stuben mit ihren rund 80 Einheimischen geht man beschaulicher zur Sache. Auf 60 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet der Kaufmann Grundnahrungsmittel und Waren des täglichen Gebrauchs an. Und dies bereits in der vierten Generation.

Seit wenigen Tagen steht der Kaufmann alleine im Geschäft und betreut die Kunden. „Eine Verkäuferin, die mir normalerweise als Saisonkraft zur Seite steht, konnte noch abreisen, bevor die Straße gesperrt wurde“, erzählt Dönz. Von ausverkauften Regalen oder vielfach berichteten Hamsterkäufen könne in seinem Geschäft nicht die Rede sein, sagt Dönz und betont, für die Quarantänezeit gut gerüstet zu sein.

„Wir sind mit Lebensmitteln bestens bestückt, es fehlt trotz Quarantäne nichts im Sortiment.“

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