Das müssen Arbeitnehmer im Home-Office wissen

Antenne Vorarlberg hat uns Home-Office ermöglicht. Gerade wenn man vor dem Mikro steht, ist das schon eine Herausforderung. Ich bin aber dankbar, dass ich als alleinerziehende Mama diese Möglichkeit bekomme habe. So kann ich rund um die Uhr für meine Tochter da sein und gleichzeitig die Verantwortung im Job übernehmen. Ich habe mich mit einem Laptop, einem Funkmikro und unserem Musiktaxi zu Hause im Wohnzimmer eingerichtet. Hier kann ich mich mit dem Studiorechner verbinden und sehe so welche Töne Martin Veith als nächstes anspielt. Sicherheit und Gesundheit gehen derzeit einfach vor. Sandra Tasek, 38, Dornbirn, Moderatorin Antenne Vorarlberg

Antenne Vorarlberg hat uns Home-Office ermöglicht. Gerade wenn man vor dem Mikro steht, ist das schon eine Herausforderung. Ich bin aber dankbar, dass ich als alleinerziehende Mama diese Möglichkeit bekomme habe. So kann ich rund um die Uhr für meine Tochter da sein und gleichzeitig die Verantwortung im Job übernehmen. Ich habe mich mit einem Laptop, einem Funkmikro und unserem Musiktaxi zu Hause im Wohnzimmer eingerichtet. Hier kann ich mich mit dem Studiorechner verbinden und sehe so welche Töne Martin Veith als nächstes anspielt. Sicherheit und Gesundheit gehen derzeit einfach vor. Sandra Tasek, 38, Dornbirn, Moderatorin Antenne Vorarlberg

AK-Direktor Rainer Keckeis beantwortet Fragen zum Thema­ Arbeitsrecht im Home-Office.

Feldkirch Die Coronakrise hat die Arbeitswelt vieler ordentlich auf den Kopf gestellt. Die Vorarlberger Unternehmen bemühen sich, wo es möglich ist, die Mitarbeiter ins Home-Office zu schicken. Doch was steht einem Arbeitnehmer zu? Darf man eigenmächtig ins Home-Office? Greift der Versicherungsschutz auch zu Hause? Arbeiterkammerdirektor Rainer Keckeis (61) klärt auf.

 

Hat jeder Arbeitnehmer in Zeiten der Coronakrise ein Recht auf Home-Office?

Keckeis Ein Recht auf Home-Office besteht grundsätzlich nicht. Es bedarf einer Vereinbarung mit der Firma. Die Firma wird jedoch im Hinblick auf die bereits getroffenen Maßnahmen angehalten, Home-Office zu gestatten.

 

Welche Arbeits- und Pausenzeiten gelten im Home-Office?

Keckeis Die zu erbringenden Arbeitszeiten sowie die zustehenden Ruhepausen werden üblicherweise in der Home-Office-Vereinbarung geregelt. In wenigen Fällen ist das Home-Office auch in den einzelnen Kollektivverträgen verankert. Für den Fall, dass keine separate Vereinbarung erfolgt und auch der anzuwendende Kollektivvertrag keine Regelungen vorsieht, gilt die bisher vereinbarte Arbeitszeit, das bisherige Arbeitszeitmodell sowie die bisherige Vereinbarung zu den Ruhepausen (Gleitzeit, Durchrechnung, etc) weiter.

 

Muss der Arbeitnehmer alle nötigen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen?

Keckeis Es gilt der arbeitsrechtliche Grundsatz, dass der Arbeitgeber die erforderlichen Betriebsmittel beizustellen hat. Es kann jedoch vertraglich vereinbart werden, dass der Arbeitnehmer gewisse Betriebsmittel zur Verfügung stellt. Für diesen Fall hat der Arbeitnehmer jedoch einen Anspruch auf Aufwandsersatz. Wir empfehlen, die Höhe des Aufwandersatzes im Vorhinein zu vereinbaren.

 

Gilt im Home-Office derselbe Versicherungsschutz wie am Arbeitsplatz?

Keckeis Ja, in Österreich wird die Unfallversicherung grundsätzlich bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten leistungspflichtig. Das gilt meiner Ansicht nach auch beim Toilettengang oder beim Gang in die Küche, wenn der Unfall während der Arbeitszeit passiert. Die Abgrenzung, ob ein Arbeitsunfall vorliegt oder ob sich der Unfall im persönlichen Lebensbereich ereignet, kann sich jedoch im Einzelfall schwieriger gestalten. Bei Unsicherheiten empfehlen wir eine Abklärung durch die jeweilige Landesarbeiterkammer.

<p class="infozeile">Ich arbeite seit über sechs Jahren, seit ich mich als Grafikdesignerin selbstständig gemacht habe, im Home-Office. Der größte Vorteil liegt meiner Meinung nach in der Flexibilität. Ich habe zwei Kinder und einen Hund, mit dem ich zwischendurch spazierengehen kann. Außerdem leben wir in einer digitalen Welt, man kann problemlos per Skype oder Zoom kommunizieren. Eine Herausforderung des Home-Office ist, dass man strikter trennen muss zwischen Business und Freizeit. Ich bin gespannt, wie sich die aktuelle Situation langfristig auf die gesamte Geschäftswelt auswirken wird. Ich sehe eine große Chance auf Veränderung. Vera Fechtig,36, Lochau, selbstständige Grafikdesignerin</p>

Ich arbeite seit über sechs Jahren, seit ich mich als Grafikdesignerin selbstständig gemacht habe, im Home-Office. Der größte Vorteil liegt meiner Meinung nach in der Flexibilität. Ich habe zwei Kinder und einen Hund, mit dem ich zwischendurch spazierengehen kann. Außerdem leben wir in einer digitalen Welt, man kann problemlos per Skype oder Zoom kommunizieren. Eine Herausforderung des Home-Office ist, dass man strikter trennen muss zwischen Business und Freizeit. Ich bin gespannt, wie sich die aktuelle Situation langfristig auf die gesamte Geschäftswelt auswirken wird. Ich sehe eine große Chance auf Veränderung. Vera Fechtig,36, Lochau, selbstständige Grafikdesignerin

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