Kopf-an-Kopf-Rennen in Bludenz

Vizebürgermeister Leiter hat laut VN-Umfrage die Nase leicht vorn.

Bludenz Die Gemeindewahlen in Bludenz versprechen eine enge Kiste zu werden. Das zumindest lässt sich aus einer von den VN in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts Dr. Edwin Berndt herauslesen. Der Momentaufnahme zufolge, bei der rund 400 wahlberechtigte Bludenzer befragt wurden, steuert die Alpenstadt neuerlich auf eine Stichwahl zu. Bei einer Schwankungsbreite von 5 Prozent würden demnach 35 Prozent der Stimmen auf den amtierenden Vizebürgermeister Mario Leiter entfallen. Bereits vor fünf Jahren hatte dieser den damaligen Bürgermeister Mandi Katzenmayer in die Stichwahl gezwungen. Der neue Mann an der Spitze der Bludenzer Volkspartei, Simon Tschann, ist Leiter dicht auf den Fersen. Der 27-jährige Quereinsteiger bringt es laut Dr. Berndt auf 34 Prozent der Stimmen. Ebenfalls dicht beieinander, jedoch weit abgeschlagen sind die übrigen drei Bürgermeisterkandidaten.

Joachim Weixlbaumer (FPÖ) verbessert seine Position auf 11 Prozent. 2015 musste er sich noch mit 9,3 Prozent begnügen. Auch für die Offene Liste geht es aufwärts. Deren Bürgermeisterkandidat Wolfgang Maurer landet demnach bei 12 Prozent. 2015 hatte Karin Fritz 8,4 Prozent der Stimmen für sich verbuchen können. Nur wenig schlechter schaut die Prognose für den zweiten Polit-Neueinsteiger in Bludenz aus. Maximilian Fritsche, der erstmals für die Neos ins Rennen um den Bürgermeistersessel geht, liegt laut VN-Umfrage bei 8 Prozent. „Die Erzielung einer absoluten Mehrheit im ersten Wahlgang ist angesichts der Stärke der beiden Kontrahenten Leiter sowie Tschann und der Präsenz weiterer relevanter Kandidaten ausgeschlossen“, lautet die klare Analyse von Dr. Edwin Berndt. „Das Erreichen solcher wird immer schwieriger und stellt eher die Ausnahme dar“, kommt dieser zum Schluss.

ÖVP in Front

Im Gegensatz zur Bürgermeisterwahl steht die Parteienwahl vor anderen Vorzeichen. Laut Dr. Berndt hat die VP derzeit die besseren Karten. Demnach bringt es Simon Tschann mit seiner Volkspartei auf 37 Prozent. Damit würde die Volkspartei gegenüber 2015 einen leichten Verlust von rund 3,5 Prozent hinnehmen müssen. Auch das Team Mario Leiter müsste laut VN-Umfrage etwas Federn lassen. Von 37,8 Prozent ging es hinunter auf 33 Prozent. „Wahlbeteiligung und Mobilisierungsgrad der eigenen Anhänger sowie der Unschlüssigen werden wahlentscheidend sein“, kommentiert Dr. Berndt das Umfrageergebnis.

Bei FPÖ und OLB deutet alles auf eine Wiederholung des Ergebnisses vor fünf Jahren hin. Die Freiheitlichen bringen es auf analoge 10 Prozent. 2015 waren es 10,6 Prozent. Die Offene Liste bekäme 12 Prozent, 2015 ähnliche 11,1 Prozent. Die Neos kämen bei ihrem ersten Antreten in Bludenz, wie ihr Bürgermeisterkandidat, auf solide 8 Prozent. VN-JS

„Die Bürgermeister- Direktwahl in Bludenz verspricht große Spannung.“

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