Blutkonserven reichen für 40 Tage

Blutkonserven sind ein wertvolles Gut, speziell in Krisenzeiten. Die Vorarlberger Blutbank hat diesbezüglich vorgesorgt.

Blutkonserven sind ein wertvolles Gut, speziell in Krisenzeiten. Die Vorarlberger Blutbank hat diesbezüglich vorgesorgt.

Informationsoffensive bei Blutspendeaktionen. Sie werden vorerst weitergeführt.

Feldkirch Kaum noch ein Lebensbereich, der nicht vom Coronavirus tangiert wird: Auch der Blutspendedienst des Roten Kreuzes und die im Landeskrankenhaus Feldkirch angesiedelte Blutbank haben Maßnahmen ergriffen und ihr Vorgehen der Situation angepasst. So wurde der Bestand an Blutkonserven vorsorglich aufgestockt. Insgesamt stehen derzeit 800 Blutkonserven zur Verfügung. Die Menge reicht für 40 Tage.

Überschaubares Risiko

Die Blutspendeaktionen gehen laut dem Leiter der Blutbank, Primar Peter Fraunberger, vorerst weiter, allerdings werden potenzielle Spender genau überprüft. „Die Leute erhalten Informationen, wer spenden darf und wer nicht. Es wird der Gesundheitszustand abgefragt, und wir messen auch gleich Fieber“, erklärt Fraunberger. Ergibt sich daraus ein Verdacht, würde die betreffende Person sofort an die Gesundheitshotline 1450 verwiesen. Im Übrigen dürfen ohnehin nur gesunde Personen ihr Blut spenden. Das stehe auch schon im Fragebogen. Im Gegensatz zu Gebieten in Deutschland, wo die Blutbanken bereits über einen Rückgang an Spendern klagen, ist in Vorarlberg noch nichts in diese Richtung festzustellen. „Das Risiko ist tatsächlich überschaubar“, beruhigt Michael Hamel, Organisationsleiter des Blutspendedienstes. Im Durchschnitt lassen sich bei einer Aktion, die rund vier Stunden dauert, 100 bis 120 Personen den wertvollen Saft, der anderen das Leben retten kann, abzapfen. Hamel vermutet jedoch, dass, sollte es mit der Verbreitung des Coronavirus so weitergehen, die Blutspender auch im Land weniger werden. Gleichzeitig ist er optimistisch, zumindest jeweils 80 bis 100 halten zu können.

Kontakt mit deutschen Zentren

Kein Problem stellt die Verfügbarkeit von eher seltenen Blutgruppen dar. „Wir haben auch davon genug“, versichert Peter Fraunberger. Daneben gibt es immer noch Blut der Notfallgruppe 0-negativ, das jedem Patienten verabreicht werden kann. Sein Anteil an den Blutkonserven beträgt etwa 20 Prozent. Fraunberger und Hamel hoffen aber, dass sich nicht allzu viele Blutspender vom Coronavirus abschrecken lassen. Sollten irgendwann trotzdem alle Stricke reißen, hat die Blutbank in Feldkirch noch die großen Blutspendezentren in Konstanz und Ulm in der Hinterhand. „Wir stehen zudem in engem Kontakt mit den Blutbanken der anderen österreichischen Bundesländer“, erklärt Peter Fraunberger.

„Vor dem Spenden wird der Gesundheitszustand abgefragt, und wir messen Fieber.“

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