Heißes Pflaster Bahnhofsareal

Dornbirner Bürgermeisterin setzt weiter auf strenge Überwachung, warnt aber vor Panikmache.

Dornbirn Eigentlich müsste der Bahnhofplatz in Dornbirn der sicherste Ort im Land sein: Zahlreichen Überwachungskameras entgeht kein Raufhandel, die Exekutive kann jederzeit auftauchen, soziale Organisationen versuchen, mit Störenfrieden ins Gespräch zu kommen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Randgruppen, und das vor den Augen zahlreicher Passanten.

Dass solche Ereignisse für viele Menschen beängstigend sind, weiß auch Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Ihrer Meinung nach sind Streitereien oder Alkoholexzesse unter freiem Himmel nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme. Es sei nicht angebracht, aus Einzelfällen ein generelles Sicherheitsproblem heraufzubeschwören, kontert sie Aussagen von FP-Bürgermeisterkandidat Christoph Waibel, für den Belästigungen von Passanten, Trinkgelage, aggressives Betteln oder Verschmutzungen Alltag auf dem Busbahnhof sind. Die Stadtchefin warnt in diesem Zusammenhang davor, Menschen, egal welcher Herkunft, die sich gern am Bahnhof aufhalten, zu kriminalisieren, solange sie sich an die Regeln halten. Strenge Kontrollen kündigt die Bürgermeisterin jedenfalls auch in Zukunft an, auch um das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste von Bus und Bahn und der Besucher der umliegenden Geschäfte zu erhöhen. Immerhin weist der Vorplatz eine tägliche Frequenz von weit über 30.000 Personen auf, von denen viele vor allem in den Abendstunden mit ungutem Gefühl unterwegs sind.

Zu große Angst sollte man nicht haben, verweist Kaufmann auf die Kriminalstatistik: Die Zahl der Straftaten sei im Vergleich zu anderen öffentlichen Orten nicht überdurchschnittlich hoch und in den letzten Jahren auch nicht gestiegen.

Mehr Ruhe und Sicherheit erwartet man sich, wenn das neue Polizeigebäude, das sich im Bau befindet, bezogen wird. HA

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