Mehr Wohnraum und ein „Central Park“

Zur dritten gemeinsamen Wahldiskussion von VN und ORF kamen rund 350 Interessierte in das Dornbirner Kulturhaus.

Zur dritten gemeinsamen Wahldiskussion von VN und ORF kamen rund 350 Interessierte in das Dornbirner Kulturhaus.

Eine Markthalle und die Sicherheit am Bahnhof sorgen bei Wahldiskussion in Dornbirn für Kontroversen.

Dornbirn In Dornbirn treten sechs wahlwerbende Gruppierungen zur Gemeindewahl an. Bei der gemeinsamen Podiumsdiskussion von VN und ORF im Dornbirner Kulturhaus stellten sich Andrea Kaufmann (ÖVP), Markus Fäßler (SPÖ), Christoph Waibel (FPÖ), Juliane Alton (Grüne) und Claudio Errico (Neos) den Fragen der Moderatoren. Beyaz Yogurtcu-Acar von der Liste HaK nahm an der Diskussion nicht teil.

Skepsis bei der Markthalle

Eine Idee der Bürgermeisterin ist Wahlkampfthema Nummer eins in der größten Stadt Vorarlbergs. Doch für die Opposition gibt es Wichtigeres. Das Projekt sei definitiv nicht in der Poleposition für die FPÖ, auch die übrigen Parteien haben andere Prioritäten, um die Innenstadt zu attraktivieren, etwa eine Überdachung des Marktplatzes wie SPÖ-Spitzenkandidat Fäßler betonte, oder eine größere Fußgängerzone und überdachte Fahrradständer, sagt Juliane Alton. Errico wiederum zweifelt die Wirtschaftlichkeit der „schönen Idee“ an.

Größer denken will Alton bei der Quartiersentwicklung – nicht nur rund um den Bahnhof, sondern auch in anderen Stadtteilen, etwa mit einem „Central Park“ nahe der FHV. Es fehle ein Masterplan. Was die Bürgermeisterin vehement bestreitet. Man habe gemeinsam über die Areale nachgedacht. Der Bahnhof bleibt aber ein Hotspot, vor allem wegen der unsicheren Lage. „Bitte keine Panik“ entgegnet sie darauf, doch Waibel will mehr Polizei. Er wolle den Bahnhof nicht verlieren. Auf verstärkte Sozialarbeit setzt die SPÖ, auch am Marktplatz oder am Schulhof. Durch Gestaltung wollen die Grünen die Lage befrieden. Eine bessere Ausstattung im Krankenhaus wünschen sich ebenfalls alle, doch während die FPÖ mehr Sicherheitspersonal wünscht, wollen die anderen mehr Pfleger im Spital wie bei den niedergelassenen Ärzten. Ein Ärztehaus könne die Versorgung sichern. Eine große Aufgabe, darin sind sich auch alle einig, ist die Pflege. 

Leistbare Wohnungen

Leistbarer Wohnraum ist in der 50.000-Einwohner-Stadt ein großes Thema. Die Mieten seien zu hoch, deshalb müsse man beim gemeinnützigen Wohnbau zulegen. Die Stadt könne das mit ihrer Bodenpolitik steuern, schlägt Alton vor. Und auch der Leerstand müsse mobilisiert werden. Durch die aktive Bodenpolitik, die eigentlich für Betriebe eingeführt wurde, werde auch für den Wohnbau genutzt, erklärt Kaufmann. Geschlafen habe die Stadt zu lange, ist Fäßler dennoch froh, dass nun die Lage erkannt worden sei.

Messepark  außen vor

Eintracht auch in Sachen Sportstätten, doch man müsse priorisieren, so die Bürgermeisterin. Ob die Sport- und Schulstätte Schoren ganz oben steht oder nicht, darüber herrschen noch unterschiedliche Ansichten. Außen vor ließen die Spitzenkandidaten das Thema Messepark-Erweiterung, wahrscheinlich weil die Standpunkte klar sind. Auf die Behandlung des Themas darf man gespannt sein.

Von der Diskussion berichten: Andreas Scalet, Peter Schuster (Texte); Roland Paulitsch (Fotos).

<p class="caption">Die Podiumsdiskussion in Dornbirn wurde von Marlies Mohr (VN) und Elke Schelling-Joham (ORF) moderiert.</p>

Die Podiumsdiskussion in Dornbirn wurde von Marlies Mohr (VN) und Elke Schelling-Joham (ORF) moderiert.

<p class="caption">Die Podiumsdiskussion in Dornbirn wurde von Marlies Mohr (VN) und Elke Schelling-Joham (ORF) moderiert.</p>

Die Podiumsdiskussion in Dornbirn wurde von Marlies Mohr (VN) und Elke Schelling-Joham (ORF) moderiert.

<p class="infozeile">Mir gefällt gut, dass es in der Stadtvertretung keine Streitigkeiten gibt, wie in anderen Städten. Nachdem wir ja die größte Stadt sind, finde ich es gut, dass drei Frauen als Spitzenkandidaten antreten. In der Bildung ist in Dornbirn viel passiert, etwa mit der VS Haselstauden. Nicht gut finde ich aber, dass man eine Markthalle bauen möchte. Siegfried Engel, 90</p>

Mir gefällt gut, dass es in der Stadtvertretung keine Streitigkeiten gibt, wie in anderen Städten. Nachdem wir ja die größte Stadt sind, finde ich es gut, dass drei Frauen als Spitzenkandidaten antreten. In der Bildung ist in Dornbirn viel passiert, etwa mit der VS Haselstauden. Nicht gut finde ich aber, dass man eine Markthalle bauen möchte.
Siegfried Engel, 90

<p class="infozeile">Ich habe mich noch nicht richtig über die Parteien informiert, es hängen ja schon überall die Plakate. Ich bin hier, um mir ein Bild zu machen. Mir wäre wichtig, dass man bei den Kreisverkehren an Dornbirn Nord und Süd etwas tut, dort ist ständig Stau. Außerdem sollte bis Mitternacht ein Bus nach Watzenegg fahren. Julian Raich, 21</p>

Ich habe mich noch nicht richtig über die Parteien informiert, es hängen ja schon überall die Plakate. Ich bin hier, um mir ein Bild zu machen. Mir wäre wichtig, dass man bei den Kreisverkehren an Dornbirn Nord und Süd etwas tut, dort ist ständig Stau. Außerdem sollte bis Mitternacht ein Bus nach Watzenegg fahren. Julian Raich, 21

<p class="infozeile">In der Innenstadt gibt es derzeit viele leere Geschäfte, allerdings habe ich auch nichts gegen den Messepark. Viel Verkehr haben wir eh schon, eine Erweiterung würde mich nicht stören. Parken in der Innenstadt ist sehr teuer, da haben andere Städte bessere Ideen, auch die Mieten sind in Dornbirn sehr hoch. Andrea Fend, 56</p>

In der Innenstadt gibt es derzeit viele leere Geschäfte, allerdings habe ich auch nichts gegen den Messepark. Viel Verkehr haben wir eh schon, eine Erweiterung würde mich nicht stören. Parken in der Innenstadt ist sehr teuer, da haben andere Städte bessere Ideen, auch die Mieten sind in Dornbirn sehr hoch. Andrea Fend, 56

<p class="infozeile">Gerade als größte Stadt im Land kann man ein Einkaufszentrum wie den Messepark durchaus vergrößern, allerdings sollte man auch in der Innenstadt attraktive Geschäfte ansiedeln. Die Abendgastronomie könnte noch einige abwechslungsreiche Lokale gebrauchen. Was schon sehr gut läuft, ist der öffentliche Verkehr. Christoph Pezzei, 27</p>

Gerade als größte Stadt im Land kann man ein Einkaufszentrum wie den Messepark durchaus vergrößern, allerdings sollte man auch in der Innenstadt attraktive Geschäfte ansiedeln. Die Abendgastronomie könnte noch einige abwechslungsreiche Lokale gebrauchen. Was schon sehr gut läuft, ist der öffentliche Verkehr.
Christoph Pezzei, 27

Ich frage mich, wenn die Polizei mit Blaulicht vom neuen Standort ausrückt, kommt sie dann auch an zwei Bussen vorbei?

Für den neuen Stadtteil FH-Campus braucht es eine gute Planung, dort könnte ein Central Park für Dornbirn entstehen.

Ich kenne Geschäftsleute, die sind vom Bahnhof weg wegen des Drogenproblems. Wir dürfen den Bahnhof nicht verlieren.

Die ÖVP hat beim Wohnraum erst in den letzten fünf Jahren etwas getan, weil das Problem im Mittelstand angekommen ist.

Die Stadt hat über 180 Dienstwohnungen. Viele Pflegekräfte bekommen wir nur, weil wir ihnen eine anbieten können.

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