Erst Straßen-, dann Wohnbau

Die Landesstraße zum Kloster Viktorsberg soll im obersten Bereich verbreitert werden. Die Bauarbeiten werden für die Gemeinde eine Herausforderung.  VN/Lerch

Die Landesstraße zum Kloster Viktorsberg soll im obersten Bereich verbreitert werden. Die Bauarbeiten werden für die Gemeinde eine Herausforderung.  VN/Lerch

Verbreiterung der Landesstraße zum Kloster als wichtige Infrastrukturmaßnahme.

Viktorsberg Ein Straßenbauprojekt beschäftigt den Bürgermeister von Viktorsberg, Philibert Ellensohn, besonders. Die L70 soll im obersten Bereich, zwischen der Abzweigung Schlattegg und dem Kloster, verbreitert werden. „Finanziell belastet uns das nicht“, erklärt Ellensohn, „aber abgesehen davon wird das ein riesen Thema.“ Denn da die bestehende Straße nur vier Meter breit ist und viel Fels abgetragen werden muss, um eine Verbreiterung zu erreichen, glaubt der Bürgermeister, dass es ohne Sperren nicht funktionieren wird. Die Straße ist aber auch die Zufahrt für das Seminarhotel Viktor und das Gasthaus Schöne Aussicht. Auch der Parkplatz für die vielen Wanderer, befindet sich hier. Alternative Routen gibt es aber nicht. „Das braucht sicher gute Planung“, setzt er auf eine gute Vorbereitung, um die Einschränkungen erträglich zu halten. Wenn im Rheintal der Nebel liegt, wird Viktorsberg von Sonnenhungrigen gestürmt. „Wir sind für viele Menschen das Naherholungsgebiet“, weiß der Bürgermeister. Die werden aber während der Bauzeit der Straße wohl ein paar Meter zusätzlichen Aufstieg in Kauf nehmen müssen. Die Zufahrt bis zum Kloster werde nicht möglich sein.

Ellensohn glaubt, dass das Projekt 2021 starten könnte. Auf 400 Meter soll die Straße so breit werden, dass ein Bus und ein Auto aneinander vorbeikommen. Zudem soll ein befahrbarer Fußweg geschaffen werden. Aktuell laufen die letzten Gespräche für Grundablösen, bald soll aber die detaillierte Planung starten können.

Gemeinnütziger Wohnbau

Das Straßenbauprojekt ist für die Berggemeinde wichtig. Denn erst nach der Verbreiterung werden in Viktorsberg gemeinnützige Wohnungen errichtet. In einem Mischbau sollen einige Wohnungen verkauft und andere gemeinnützig vermietet werden.

Eine bessere Zufahrt sei für den Bau wichtig, ist der Gemeindechef überzeugt. „Uns droht die Überalterung“, weiß Ellensohn. Denn die jungen Menschen wandern ab, da es kaum mehr Baugrund gibt. „Wer einmal wegzieht, kommt nicht mehr“, sagt der Bürgermeister. Deshalb sei das Schaffen von leistbarem Wohnraum essenziell. VN-GMS

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.