Nach langer Ladezeit Start für E-Busse in Vorarlberg

580.000 Euro kostet ein E-Bus, der jährlich 85.000 Kilometer zurücklegen soll. VN/PS

580.000 Euro kostet ein E-Bus, der jährlich 85.000 Kilometer zurücklegen soll. VN/PS

2018 hätten sie bereits kommen sollen, nun sind sie da.

Rankweil Ab Ende Februar werden von Bludenz über Feldkirch bis Götzis die ersten vier E-Busse ihren Dienst aufnehmen. Diese Ortsentscheidung wurde aus Effizienzgründen getroffen: Am Postbus-Standort in Feldkirch gibt es die notwendigen Ladestationen und die Linienstrecken sind lang genug, um die günstigeren Betriebskosten auszunutzen.

Die vier Elektrofahrzeuge sind die erste Tranche einer EU-weiten Ausschreibung der Postbus GmbH für den österreichweiten Einsatz von E-Bussen – und Grund genug für einen Vorarlbergbesuch der Mobilitätsministerin Leonore Gewessler (Grüne) gemeinsam mit Michaela Huber, Vorständin ÖBB-Personenverkehr AG. Bei der Präsentation der Busse am Bahnhof Rankweil begrüßte sie die Anschaffung: „Diese Busse zeigen, dass Elektromobilität alltagstauglich wird.“ Das Ziel müsse bleiben, den tatsächlichen CO2-Ausstoß im Verkehr laufend zu reduzieren. Dies ist auch Ziel der Clean Vehicle Richtlinie. Diese unterwirft öffentliche Beschaffungsaufträge für Busse ab August 2021 strengen Klimaschutzkriterien. Daher erwartet Verkehrsverbund-Geschäftsführer Christian Hillbrand ab nächstem Jahr Lieferengpässen bei Anbietern.

Vorarlberg bleibt kein einfacher Einsatzraum für Elektrofahrzeuge: Gerade in alpinen Lagen leide die Reichweite wie auch im dichten stockenden urbanen Verkehr des Rheintaler Unterlandes. Beide Einsatzorte verlangen zusätzliche Infrastruktur für die Fahrzeuge. Zusammen mit den Lieferengpässen bringt dies zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand mit sich.

Zehn Busse bis Jahresende

Angekündigt waren die vier E-Busse bereits für Dezember 2018. Für 2020 wurden bereits 20 E-Busse angestrebt. Doch der Lieferant konnte die Verträge nicht erfüllen, die Anschaffung verzögerte sich. Bis Jahresende sollen es nun zehn E-Busse sein. Landbusse mit E-Antrieb gibt es bislang nur auf Kommunalebene. Die vier E-Busse sind österreichweit die ersten im Überland-Verkehr. „Das gibt es in ganz Europa nicht“, freut sich Mobilitätslandesrat Johannes Rauch (Grüne). VN-RAU

e-busse für Vorarlberg

Produzent Iveco Heuliez, Frankreich

Typ Niederflurbus GX 337 ELEC

Länge 12 Meter

Höhe 3,4 Meter

Fahrgastkapazität 33 Sitz- und 44 Stehplätze

Batterie Vier Batteriepakete am Dach, zwei im Heck. Lithium-Nickel-Mangan-Cobald-Batterien

Batteriekapazität 343 Kilowatt­stunden

Leistung Permanent 120 Kilowatt, kurzzeitig 170 Kilowatt

Reichweite Rund 290 Kilometer

Eigengewicht 13,9 Tonnen

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