Vorarlberger Kalb im Libanon

Die Kälber werden zur Lederproduktion geschlachtet.  Animal international

Die Kälber werden zur Lederproduktion geschlachtet.  Animal international

Über Spanien wurde das Tier exportiert und geschächtet.

Lustenau Von Lustenau ging es für das einjährige Kalb über die Kälbersammelstelle in Bergheim nach Spanien – und gemeinsam mit zwei weiteren österreichischen Tieren weiter in den Libanon. Dies zeigen Ermittlungen des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) und Animals International im Rahmen einer ZDF-Dokumentation. Zum Zeitpunkt des Abtransports im Dezember 2018 war das Kalb gerade einmal drei Wochen alt. Vom Mastbetrieb ging es für die drei Kälber in den Libanon, wo es ohne Betäubung geschächtet wurde. Die Schlachtmethode im Nahen Osten wird von Tierschützern massiv kritisiert, schon der 21-stündige Transport nach Spanien sei fragwürdig. „Immer wieder wird aktiv nach Schlupflöchern gesucht, um doch exportieren zu können“, fordert Tobias Giesinger vom VgT eine strenge Auslegung der EU-Verordnung. Sein Ziel ist ein langfristiges Ende der Kälbertransporte. 

Freier Markt auch bei Kälbern

Beim VgT sieht man dies als Argument gegen Kälbertransporte. Landesveterinär Norbert Greber sieht es mehr als Folge von Angebot und Nachfrage: Die Mast ist in Österreich auch aufgrund strenger Gesetze unrentabel, Appelle an Landwirte aufgrund des Kostendrucks fruchtlos. Und auch den Amtstierärzten sind die Hände gebunden: Wenn ein Transport die Vorgaben erfüllt, muss er genehmigt werden, ungeachtet möglicher Vorbehalte gegenüber dem Zielort. VN-RAU

Mehr Bilder und ausführlichere Berichterstattung finden Sie auf VN.at.

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