„Heimtückische, äußerst brutale Handlung“

Die Urteilsbegründung zu Soner Ö. ist eingetroffen.  VN/Hartinger

Die Urteilsbegründung zu Soner Ö. ist eingetroffen.  VN/Hartinger

Hohenems Nun liegt das Urteil auch schriftlich vor. Am 6. Februar 2019 marschierte Soner Ö. in die Bezirkshauptmannschaft Dornbirn und stach den Leiter der Sozialabteilung nieder. Am 22. Jänner 2020 wurde er von den Geschworenen mit 8:0 Stimmen wegen Mordes verurteilt. Er fasste eine lebenslange Haft aus. Nun ist die Urteilsbegründung eingetroffen. Sie ist nur wenige Seiten lang, wie das bei Geschworenenprozessen üblich ist.

Vorstrafen erschwerend

Neben dem Urteilsspruch enthält sie die 20.000 Euro Schmerzensgeld, die den Privatbeteiligten zugesprochen wurde. Nach der Auflistung der Vorstrafen folgt die Bestätigung, dass Soner Ö. zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war. Bei der Urteilsbegründung wird die eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit allerdings als mildernd anerkannt. Erschwerend werden mehrere Vorstrafen gewertet. Außerdem, dass es eine „heimtückische, äußerst brutale und niederträchtige Handlung“ war, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Deshalb sei die lebenslange Haftstrafe ausgesprochen worden, die Untersuchungshaft sei anzurechnen.

Die Verteidiger Wilfried Ludwig Weh und Stefan Harg haben bereits nach dem Urteil Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet. „Das werden wir auch einreichen“, bestätigt Harg auf VN-Anfrage. Nun warte man aber noch auf das Beratungsprotokoll der Geschworenen. „Das haben wir angefordert“, fährt Harg fort. VN-mip

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