Steinbrucherweiterung Hohenems: Ja oder nein?

Hohenems Der Hohenemser Stadtteil Klien ist für Geologen besonders spannend. Auf der Erde stapeln sich die verschiedenen Gesteinsschichten von alt nach jung. Nicht so in Unter- und Oberklien. Vor 110 Millionen Jahren begann die afrikanische gegen die europäische Erdplatte zu schieben, 70 Millionen Jahre lang tat sie das. Dadurch faltete sich die Kruste so, dass sich die Schichten umdrehten. Im Stadtteil Klien sind die alten Schichten oben und die jungen unten.

Der Stadtteil Klien ist auch für die Rohstoffgewinnung interessant. Seit 1610 wird hier abgebaut. 1826 eröffnete die Gemeinde Hohenems einen Steinbruch. Seit etwas über 45 Jahren gehört der Steinbruch der Firma Rhomberg. In einigen Jahren dürfte das genehmigte Abbauvolumen erreicht sein, weshalb das Unternehmen Mitte 2018 Erweiterungspläne präsentierte.

Der Stadtteil Klien ist auch für die Bevölkerung interessant. Zwar sehr schattig, allerdings ruhig und trotzdem in der Nähe zu Hohenems und Dornbirn. Eine Bürgerinitiative aus Nachbarn kämpft deshalb dafür, dass der Steinbruch nicht weiter genehmigt wird. Seit Kurzem sprechen sich die komplette Stadtvertretung und der Bürgermeister ebenfalls dagegen aus.

Das Land erstellt derzeit eine Rohstoffstrategie und prüft, ob ein UVP-Verfahren für die Erweiterung notwendig ist. Rhomberg-Bau pocht auf den weiteren Betrieb. Und was hat all das mit dem Dornbirner Wasser, der Stabilität des Felsens und Hohenems Reute zu tun? Am Mittwoch, 19. Februar, haben die Konfliktparteien die Möglichkeit, die Bevölkerung über ihre Standpunkte zu informieren: beim VN-Stammtisch im Salomon-Sulzer-Saal. Beginn ist um 19 Uhr.

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