AK-Wahl 2019. VN stellen die Fraktionen vor (1/7): NBZ

Das NBZ hat sich längst in der Kammer etabliert

Adnan Dincer tritt auch heuer wieder bei der AK-Wahl an.   VN/Steurer

Adnan Dincer tritt auch heuer wieder bei der AK-Wahl an.   VN/Steurer

Fraktion um Adnan Dincer sitzt bereits seit 1999 in der Arbeiterkammer.

Feldkirch Die Fraktion nennt sich zwar „Neue Bewegung für die Zukunft“, bei der Arbeiterkammerwahl ist das NBZ allerdings längst keine Neuheit mehr. 1999 kandidierte die Liste erstmals, damals fast ausschließlich mit Arbeitnehmern mit türkischem Migrationshintergrund. Der Mann, der unweigerlich mit der NBZ verbunden ist, heißt Adnan Dincer. Auch heuer geht er als Spitzenkandidat für die Fraktion ins Rennen.

Mandate halten

Die AK-Vollversammlung besteht aus 70 Mandataren, die sich alle fünf Jahre zur Wahl stellen. Am 28. Jänner ist es wieder so weit. Ab diesem Tag haben 134.000 Vorarlberger bis 7. Februar Zeit, ihren Vertreter in der Arbeiterkammer zu wählen. Vor fünf Jahren haben 5,48 Prozent ihr Kreuz beim NBZ gemacht, womit die Fraktion vier Mandate eroberte. „Diese Mandatszahl möchten wir heuer halten. Und jeder Zugewinn wäre schön“, erklärt Dincer.

Ihm sei wichtig, die absolute Mehrheit von Kammerpräsident Hubert Hämmerle zu brechen: „Absolute Mehrheiten sind in einer Demokratie nie gut. Sie wäre es auch nicht, wenn wir sie hätten.“ Inhaltlich geht es ihm vor allem darum, die Kammer fit für die Zukunft machen. „Es braucht eine starke Kammer. Deshalb sind Reformen wichtig. Wir fordern, dass sich eine Arbeitsgruppe überlegt, wie die Kammer in Zeiten der Digitalisierung reformiert werden kann.“ Er regt zudem an, dass sich die Arbeiterkammer raus aus ihren Räumen wagt und mit Firmen kooperiert. „Kurse und Seminare könnten dann direkt in den Unternehmen stattfinden statt nur in der Arbeiterkammer selbst“, fährt Dincer fort.

Starke Interessenvertretung

Innerhalb der Fraktionen müsse man gemeinsam für eine starke Interessenvertretung eintreten. „Gerade heutzutage ist es wichtig, wenn den Menschen immer weniger zum Leben bleibt“, ist Dincer überzeugt. Früher hätte man sich vom 13. und 14. Gehalt noch etwas leisten können, heute reiche es oft nicht einmal mehr, um auf dem Konto aus den Roten Zahlen zu kommen. „Zudem werden wir noch sehen, was bei einer Regierung, die rein an die Wirtschaft denkt, noch auf uns zukommt“, fährt der Spitzenkandidat fort. Außerdem müsse es endlich echte Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt geben. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, fordert Dincer.

Innerhalb der Vollversammlung gehe es zwar einerseits darum, geschlossen hinter der Interessenvertretung zu stehen, andererseits sei eine starke Opposition manchmal ganz wichtig. „Und die Einzigen, die Oppositionsarbeit leisten, sind wir“, meint der Dornbirner. Über mangelnden Zuspruch kann er sich jedenfalls nicht beschweren. 137 Kandidaten stehen auf dem NBZ-Wahlvorschlag. vn-mip

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