Sonntagsdemos gehen weiter

Weil die Demokratie in Österreichs am Boden liege, setzten sich die Protestanten auf den Boden. Bis Weihnachten sollen die Sonntagsdemos fortgesetzt werden.  VN/Stiplovsek

Weil die Demokratie in Österreichs am Boden liege, setzten sich die Protestanten auf den Boden. Bis Weihnachten sollen die Sonntagsdemos fortgesetzt werden.  VN/Stiplovsek

 Hunderte demonstrierten wieder für eine menschlichere Asylpolitik.

Hohenems Die Menschenmenge auf dem Salomon-Sulzer-Platz in Hohenems bietet trotz grauem Nebelwetter ein buntes Bild. „Menschenrechte“ oder „Herz und Hirn statt Hetze und Angstmache“ steht auf den Plakaten der Demonstranten. Wie jedes Wochenende seit Anfang November fordern auch an diesem zweiten Adventsonntag Hunderte eine menschlichere Asylpolitik. Auf der Bühne geben Reinhold Bilgeri, Bernie Weber und Walter Schuler „Don’t You Love Me Anymore?“  von Joe Cocker zum Besten. Eine der Demonstranten ist Stephanie Egg. Wie bereits die Wochen zuvor in Bregenz und Hohenems ist sie auch heute wieder dabei: „Es ist wichtig, dass man aufsteht und ein Zeichen setzt gegen die Ungerechtigkeiten in unserer Asylpolitik. Wir sind Sprachrohr für diejenigen, die selbst keine Stimme haben“, bringt die Dornbirnerin das Motiv vieler, die sich heute in Hohenems versammelt haben, auf den Punkt.

Unterstützung bekommt die Protestbewegung an diesem Sonntag vonseiten der Wirtschaft. „Es gäbe Vorarlberg, so wie wir es heute kennen, nicht, wenn es nicht seit jeher Migration gegeben hätte“, betonte der Hohenemser Unternehmer Johannes Collini. Zudem wies er darauf hin, dass Flüchtlinge als Chance gegen den demografischen Wandel gesehen werden können: „Wir werden ein Land sein müssen, das Zuzug zulässt, damit unser Sozialsystem noch funktionieren kann.“

Als traditionellen Abschluss liest Mitinitiator Klaus Begle die Forderungen der Demonstranten vor. Bis Weihnachten sollen die Sonntagsdemonstrationen fortgesetzt werden. VN-MIH

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