Asylwerber mit Lehrvertrag steht vor seiner Abschiebung nach Pakistan

Marcel Lerch ist fassungslos über die Abschiebung seines Lehrlings. VN/Paulitsch

Marcel Lerch ist fassungslos über die Abschiebung seines Lehrlings. VN/Paulitsch

Lustenau Die tragische Geschichte um den 26-jährigen Asylwerber Qamar Abbas geht weiter. Der Fall des Gastronomie-Lehrlings aus Pakistan, der trotz eines Lehrvertrags im Restaurant „Schmugglar“ in Lustenau abgeschoben werden sollte, hatte für große Aufregung gesorgt und eine Debatte über die Abschiebung von Lehrlingen ausgelöst. Nun wurde der Asylwerber am Donnerstag festgenommen. „Wir können gar nichts mehr machen“, ist „Schmugglar“-Chef Marcel Lerch im VN-Gespräch fassungslos. Wie er erzählt, nahm die Polizei seinen Lehrling in Hard fest und überstellte ihn ins Polizeianhaltezentrum nach Bludenz. „Soweit ich weiß, befindet sich Qamar gar nicht mehr in Vorarlberg. Er ist schon ins Polizeianhaltezentrum nach Salzburg unterwegs und wird bald in einem Flieger nach Pakistan sitzen“, befürchtet Lerch.

„Wallner und Integrationslandesrat Gantner sind gefordert, dieses unmenschliche und wirtschaftsfeindliche Vorgehen einzustellen. Damit würde auch dem Beschluss des Landtags Folge geleistet“, meldet sich Sabine Scheffknecht (Neos, 40) zu Wort. Die Abschiebung eines gut integrierten Lehrlings mit aufrechter Arbeitserlaubnis sei wirtschafts- und integrationspolitischer Unsinn und für die Betroffenen menschlich eine Tragödie, nimmt Daniel Zadra (Grüne, 33) zur Abschiebung Stellung. VN-PAG

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