Fahrradfreundliches Vorarlberg. Radfahren und öffentliche Verkehrsmittel (3/5)

Mit Öffis stehen Radfahrern schon viele Wege offen

Der öffentliche Verkehr wird immer besser vernetzt. vn/steurer

Der öffentliche Verkehr wird immer besser vernetzt. vn/steurer

Das Angebot wird laufend noch weiter ausgebaut.

feldkirch Bus, Bahn und Fahrrad: In Vorarlberg sind öffentliche Verkehrsmittel und Drahtesel schon lange kompatibel. Aber noch ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht. Das Band zwischen Radfahrern und Öffis soll weiter gestärkt werden. Dafür wurde beim Vorarlberger Verkehrsverbund (VVV) eine neue Stabsstelle eingerichtet. Seit März 2018 leitet Verena Steidl (29) den Bereich „Smart Mobility“. Der öffentliche Verkehr wird also weiter in Richtung einer umfassenden Mobilitätsdienstleistung ausgebaut, was letztlich auch der wachsenden Zahl an Pedalrittern zugutekommt. Steidl, die schon bei zahlreichen Mobilitätsprojekten mitgearbeitet hat, wälzt jedenfalls viele Pläne, um noch mehr Radfahrern die Nutzung von Bus und Bahn schmackhaft zu machen.

Mehr Fahrradboxen

Da geht es etwa um die Aufrüstung von Bahnhöfen mit Fahrradboxen, die mittels Mobilitätskarte bedient werden können. Laut Konzept sollen in einem ersten Schritt alle neuen bzw. renovierten Bahnhöfe solche Boxen erhalten. „Es geht bei der Planung aber auch darum, wie die bestehenden Boxen integriert werden können“, erklärt Verena Steidl. Eine weitere radfreundliche Aktion startet im Herbst im Rahmen der Mobilwoche. Dort möchte der VVV das Faltrad besonders bewerben. Das lukrative Angebot: Ein Faltrad kann demnach, da es als Gepäckstück gilt, künftig kostenlos im Bus oder in der Bahn transportiert werden. Ebenfalls erfreulich: Die neuen Zuggarnituren werden insgesamt mehr Platz für Räder aufweisen.

Aber bereits jetzt stehen Radfahrern viele Wege offen. Wer beispielsweise Vorarlberg per Fahrrad erleben möchte, kann Teilstrecken schon bequem mit Bus und Bahn überbrücken. Ermöglicht wird dieser Service durch ein Pilotprojekt der Tourismusregionen in Kooperation mit dem VVV und seinen Partnern. So befördern einige Buslinien mit entsprechenden Vorrichtungen auch Räder, und seit Juni verfügt das Land sogar über eine Fahrrad-Bus-Linie, die „R1“. Hier kann das eigene Fahrrad oder E-Bike auf den Anhänger des Linienbusses geladen und auf diese Weise unkompliziert mitgenommen werden. Von Donnerstag bis Sonntag ist jeweils morgendlicher Start‑ und abendlicher Zielpunkt am Bahnhof Schwarzach. Untertags ist der Linienbus im Vorder‑, Mittel- und Hinterwald unterwegs. Der Probebetrieb im Landbus Bregenzerwald läuft bis 7. Oktober 2018 und ist ein weiterer Baustein in die Richtung, umweltschonende und attraktive Mobilitätsformen in Vorarlberg noch besser zu kombinieren. VN-MM

Lesen Sie am kommenden Samstag: Richtig ausgerüstet? Wichtige Informationen und viele Tipps zu einer verkehrssicheren Ausstattung Ihres Fahrrads.

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