Rhesi und der Kampf um Akzeptanz

Das Interesse am Hochwasserschutzprojekt Rhesi ist in Koblach enorm. Das hat schon der VN-Stammtisch im März gezeigt. VN/Paulitsch

Das Interesse am Hochwasserschutzprojekt Rhesi ist in Koblach enorm. Das hat schon der VN-Stammtisch im März gezeigt. VN/Paulitsch

Verantwortliche des Hochwasserschutzprojekts stellten sich Koblacher Gemeindevertretern.

Koblach Rhein-Erholung-Sicherheit, kurz Rhesi genannt, ist und bleibt eine schwere Geburt. Für das Jahrhundert-Hochwasserschutzprojekt am Alpenrhein zwischen Illspitz und Bodenseemündung, an dem sich Österreich und die Schweiz beteiligen, könnten trotzdem womöglich erste Wehen eingesetzt haben.

Bei der Koblacher Gemeindevertretung wurden am Montagabend Projektleiter Markus Mähr, der Vorsitzende der Internationalen Rheinkommission, Walter Sandholzer, sowie Rheinbauleiter Matthias Speckle vorstellig. Ihre Mission: Sie sollten den Mandataren die Pläne durch detaillierte Informationen und umfassender Beantwortung heikler Fragen schmackhaft machen. Fazit des Abends: Die eine oder andere Frage konnte geklärt werden, das Misstrauen ist allerdings noch nicht restlos beseitigt.

Speziell die Fragen nach dem Grundwasserspiegel sowie der Bildung von Oberflächenwasser bei den neuen Geländegegebenheiten konnten aus Sicht der Gemeindevertreter noch nicht zufriedenstellend beantwortet werden. „Es wird jetzt ein Expertenbüro beauftragt, sich eingehend mit diesen Fragen zu beschäftigen und uns dann die Ergebnisse mitzuteilen“, teilte Bürgermeister Fritz Maierhofer den VN mit. Andere offene Fragen, so der Bürgermeister, seien hingegen einer Klärung zugeführt worden. Er wünsche sich immer noch einen grundsätzlichen Beschluss zum Projekt vor dem Sommer.

Eine Klärung von juristischen Fragen, Stichwort Befangenheit jener Mandatare, die auch Nutzungsberechtigte sind, wünscht sich der Bürgermeister bald von Bezirkshauptmann Herbert Burtscher. Dieser soll schon bald den Fraktionssprechern rechtliche Aufklärung liefern. Stand der Dinge ist: Nutzungsberechtigte Gemeindevertreter dürfen sich an einer Abstimmung zum Thema Rhesi nicht beteiligen.

Fragen beantwortet

Dass sich der komplexe Entscheidungsfindungsprozess in Sachen Rhesi in Koblach allmählich einem aus Sicht der Projektverantwortlichen guten Ende nähert, glaubt Markus Mähr, Koordinator des Jahrhundertvorhabens.

Er, Sandholzer und Speckle nahmen sich während der außerordentlichen Gemeindevertretersitzung ausführlich Zeit, die Antworten auf die Forderungskataloge der Gemeinde Koblach und der Nutzungsberechtigten zu erörtern und Fragen zu beantworten. Zu besprechen gab es am Montagabend in Koblach vieles. Fazit der Veranstaltung aus Mährs Sicht: „Es haben sich einige Gemeindevertreter überzeugen lassen, andere bleiben skeptisch. Wir sind auf alle deponierten Forderungen detailliert eingegangen und haben uns bemüht, die gestellten Fragen klar und verständlich zu beantworten“, schildert der Rhesi-Projektleiter seine Eindrücke des Abends. VN-HK

„Die Frage des Grund-und Oberwassers beschäftigt uns in Koblach ganz besonders.“

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