Rasantes Bergerlebnis für die ganze Familie

von Joachim Schwald
Sieben Röhrenrutschen werden bis Mitte September zwischen Matschwitz und Latschau aufgebaut.   Foto: VN/js

Sieben Röhrenrutschen werden bis Mitte September zwischen Matschwitz und Latschau aufgebaut.   Foto: VN/js

Bis Mitte September entsteht am Golm der größte Waldrutschenpark Europas.

Tschagguns. (VN-js) Der Bewegungsberg Golm wird seinem Namen aktuell überaus gerecht. Denn in Bewegung ist hier derzeit so einiges. Während in Latschau das Staubecken aufwendig saniert wird, ist seit gut einer Woche zwischen Latschau und Matschwitz Europas größter Waldrutschenpark im Entstehen begriffen. Bis zum 20. September soll die neueste Sommerattraktion am Bewegungsberg im Montafon fertiggestellt sein. „Insgesamt werden sieben Röhrenrutschen mit einer Gesamtlänge von 380 Rutschenmetern entstehen“, informiert Projektleiter Hermann Wachter.

Improvisationstalent

Bis es so weit ist, steht der Montage-Crew aber noch einiges an Arbeit bevor. „Wir befinden uns hier im freien Gelände. Da muss mit der einen oder anderen Überraschung gerechnet werden“, merkt Wachter an, dass das Improvisationstalent der Arbeiter schon mehrfach auf die Probe gestellt wurde. Neben der Golmerbahn führen hier unterirdisch auch Leitungen der Illwerke bergauf. „Das bedeutet für uns, dass wir die Fundamente nicht immer dort setzen können, wo wir es gerne würden“, beschreibt der Projektleiter. Die bis zu fünf Meter langen und zwischen 350 und 500 Kilogramm schweren Rutschenelemente werden von einem Lkw angeliefert und mit einem Spezialbagger in die Endposition gebracht. Kein leichtes Unterfangen in dem teilweise sehr unwegsamen Gelände.

Die Vorbereitungen für den Bau der neuen Sommer­attraktion sind bereits im Juni angelaufen. Bevor in der Vorwoche die ersten Elemente der Edelstahlrutschen in Position gebracht und aufgebaut werden konnten, musste zunächst ein neuer Wanderweg angelegt werden.  Dieser führt auf drei Kilometern von Matschwitz nach Latschau. Entlang des neuen Weges schlängeln sich die 30 bis 80 Meter langen Rutschen in unregelmäßigen Abständen Richtung Tal. Auch ein neuer Aufenthaltsplatz mit Grillstellen soll im Laufe des nächsten Monats entstehen.

„Mit dem Waldrutschenpark setzen wir einen weiteren Schritt Richtung Ganzjahrestourismus. Er stellt einen Lückenschluss zwischen den Attraktionen in Latschau, wo sich Alpine Coaster, Waldseilpark und Flying-Fox befinden, und Golmis Forschungspfad, der von Grüneck nach Matschwitz führt, dar“, freut sich Illwerke-Tourismus-Geschäftsführer Hannes Jochum. „Ziel dabei war es, ein neues Angebot zu schaffen, das die bestehende Infrastruktur bestmöglich ergänzt und ökologisch vertretbar ist“, so Jochum.

Die Kombination macht‘s

„Der Waldrutschenpark soll das Erlebnis ,Berg‘ für Familien noch interessanter machen“, sagt Marketingleiterin und Ideengeberin Judith Grass. „Die Kombination aus Rutschenpark und Wanderweg eignet sich perfekt für Familien mit Kindern ab sechs Jahren.“ Bis zum Ende der Sommersaison im Oktober kann der Waldrutschenpark heuer noch rund einen Monat genutzt werden. Die Errichtungskosten belaufen sich auf rund 690.000 Euro.

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