FPÖ peilt zweites Landesmandat an

FPÖ-Chef Reinhard Bösch wird wieder in den Nationalrat einziehen. Wer ihm aus dem Land folgt, steht noch nicht fest.  Foto: VN/Steurer

FPÖ-Chef Reinhard Bösch wird wieder in den Nationalrat einziehen. Wer ihm aus dem Land folgt, steht noch nicht fest.  Foto: VN/Steurer

Freiheitliche präsentieren Landesliste und fordern Verschärfung bei Mindestsicherung für Asylberechtigte.

Bregenz. (VN-mip) Eine Partei, die sich in Vorarlberg der Nationalratswahl stellen möchte, muss drei Listen erstellen. Eine landesweite und zwei regionale. Die Vorarlberger Freiheitlichen haben am Mittwoch ihre Wahlvorschläge für den 15. Oktober präsentiert. Wie angekündigt, führt Vorarlbergs FPÖ-Chef Reinhard Bösch sowohl die Landesliste als auch den Wahlkreis Nord an. Im Wahlkreis Süd steht Bundesrat Christoph Längle an der Spitze. Vor vier Jahren schafften die Freiheitlichen ein Landesmandat. „Unser Ziel ist das zweite Mandat“, betont Bösch. Bei der vergangenen Nationalratswahl 2013 war Bernhard Themessl noch Spitzenkandidat – nun tritt er auf Platz zwei an. Nur wenn Längle kein Mandat im Regionalwahlkreis erreicht, hat Themessl Chancen.

Kein Geld für Asylberechtigte

Inhaltlich widmete sich Bösch zunächst den anderen Parteien. Die ÖVP befände sich in einem Rauschzustand, die SPÖ in einer Spirale nach unten und die Grünen würden sich selber zerfleischen. Die FPÖ sei die einzige Partei mit klaren Ansagen. Die da lauten: Klare Unterscheidung zwischen Asyl und Zuwanderung, Steuersplitting bei Familien und Familiengehältern, Schließung der Mittelmeerroute, Deutsch vor Eintritt in öffentliche Schulen, Lehrlingsoffensive mit Blum-Bonus, Pensionen sichern, Luxuspensionen abschaffen, Abgabenquote auf 40 Prozent senken und kein Geld als Mindestsicherung für Asylberechtigte. „Die Geldleistung ist weltweit attraktiv. Asylberechtigte sollen nur Sachleistungen erhalten. Wenn der Asylgrund wegfällt, wird der Aufenthalt neu bewertet“, fordert Bösch. Sollte jemand bleiben dürfen, weil er eine Arbeitsstelle hat, Deutsch kann und integriert ist, sei er nicht mehr im Asylsystem, sondern im Zuwanderungssystem. Dann soll er die volle Mindestsicherung erhalten dürfen. „Aber in diesem Fall hat er sowieso eine Arbeit“, fährt Bösch fort.

Auch andere Kandidaten stellten sich vor. Auf Platz drei im Wahlkreis Süd etwa die Polizistin Sandra Jäckel aus dem Kleinwalsertal, auf Platz drei im Norden die selbstständige Fitnesstrainerin Andrea Kerbleder. Vor ihr kandidiert Feldkirchs Stadtrat Thomas Spalt.

FPÖ-Landesliste

Landeswahlkreis:

1. Reinhard Bösch

2. Bernhard Themessl

3. Christoph Längle

 

Regionalwahlkreis Nord:

1. Reinhard Bösch

2. Hubert Kinz

3. Sandra Jäckel

 

Regionalwahlkreis Süd:

1. Christoph Längle

2. Thomas Spalt

3. Andrea Kerbleder

Neos-Listen komplett

Dornbirn. Auch die Neos haben ihre Landeslisten für die Nationalratswahl fertiggestellt, wie Landessprecherin Sabine Scheffknecht per Aussendung mitteilt: „Wir freuen uns über das vielfältige Kandidatenfeld.“ Im Wahlkreis Nord steht Nationalrat Gerald Loacker an der Spitze, er führt auch die Landesliste an. Hinter ihm kandidiert Geschäftsführerin Doris Hager-Hämmerle vor dem Ökonomen Johannes Gasser. Im Wahlkreis Süd tritt der Arzt Matthias Scheyer als Spitzenkandidat an. Auf Platz zwei steht Jugendkandidat Christian Bitschnau, Kandidat Nummer drei ist Vertriebsleiter Rainer Corn. „Die Bereitschaft, für die Neos anzutreten, war riesig. Wir hatten deutlich mehr Kandidaten als auf dem Wahlvorschlag Platz hatten“, zeigt sich Scheffknecht erfreut.

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