Fipronil-Eier: Neue Ergebnisse erwartet

Die Fipronil-Tests rund werden im Labor in Innsbruck durchgeführt.

Die Fipronil-Tests rund werden im Labor in Innsbruck durchgeführt.

Bislang ein Verdachtsfall in Vorarlberg. Auch Bäckerei kontrolliert.

Bregenz. (VN-mef) Der Skandal um die mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eier hat inzwischen weite Kreise gezogen. 18 Länder sind nach derzeitigem Stand betroffen. Auch in Österreich laufen derzeit die Telefone der Zuständigen der Lebensmittelaufsichten der Bundesländer, der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) sowie des Geflügelgesundheitsdienstes heiß.

Die gute Nachricht ist, dass bisher keine belasteten Frischeier in den österreichischen Handel gelangt sind. Ausgeschlossen werden kann ebenso, dass Eier aus heimischer Produktion belastet sind, sagt Bernhard Zainer vom Vorarlberger Amt für Lebensmittelkontrolle auf Anfrage. Denn hierzulande werde das Insektizid gar nicht verwendet und dies werde auch kontrolliert.

Ware retourniert

Bei importierten Eiern gab es aber einen Verdachtsfall für Vorarlberg. Dabei handelte es sich laut Angaben von Zainer um eine Lieferung von gekochten, geschälten Eiern für die Gastronomie, wie es auch bei den Verdachtsfällen in Oberösterreich der Fall war. „Diese Ware ist von einer deutschen Firma auch an einen Großhändler aus Vorarlberg gegangen“, berichtet Zainer. Als die Meldung aus Deutschland gekommen sei, habe die betroffene Firma die gesamte Lieferung sofort gesperrt und die Ware an den Lieferanten retourniert. Eine Nachfolgelieferung werde kontrolliert, hieß es.

Ebenso kontrolliert worden sei auch ein größerer Bäckereibetrieb in Vorarlberg, wo Flüssigei verwendet wird. Hier seien bereits alle nötigen Bestätigungen vorhanden gewesen. Die Betriebe seien im Zusammenhang mit den Kontrollen allgemein äußerst kooperativ gewesen, sagt Zainer.

Bisher haben die Zuständigen der Ages Frischeier, Backwaren, Hühnerfleisch, Kekse, Mayonnaise, Teigwaren und Waffeln aus dem österreichischen Einzelhandel auf Fipronil untersucht. Bisher waren alle Tests negativ. „Es gibt also keinen Grund zur Sorge“, betont Zainer.

Die von den Zuständigen der Lebensmittelbehörden der Länder gezogenen Verdachtsproben werden noch untersucht. Die Tests laufen im Ages-Labor in Innsbruck ab und dauern drei Tage. Am heutigen Montag könnte es also bereits weitere Ergebnisse geben.

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