Eine unentbehrliche Unterstützung

von Marlies Mohr

Institut für Sozialdienste betreute im vergangenen Jahr über 35.000 Menschen.

Röthis. (VN-mm) Die Hilfe des Instituts für Sozialdienste (IfS) wird für immer mehr Menschen unentbehrlich. Das bestätigt der aktuelle Geschäftsbericht für das vergangene Jahr. Insgesamt 35.483 Klienten nahmen die vielfältigen Unterstützungsangebote in Anspruch. Das waren deutlich mehr als noch 2015, als sich 33.834 Personen an das IfS wandten. Die Steigerung verteilt sich hauptsächlich auf die Erwachsenen- und Familienberatung sowie die Psychotherapie. Der finanzielle Aufwand betrug 32,2 Millionen Euro (2015: 28,8 Millionen Euro).

Niederschwelliger Zugang

Existenzängste, familiäre Konflikte, Gewalt, Überforderung, Erziehungsprobleme, finanzielle Nöte: Die Ursachen für Notlagen sind vielfältig und manchmal so tiefgreifend, dass die Betroffenen nicht allein damit fertig werden. „Wir können solche Krisen nicht verhindern, aber den Menschen bei der Bewältigung helfen“, skizziert IfS-Geschäftsführer Stefan Allgäuer den Auftrag der von ihm geleiteten Einrichtung. Wichtig sei nur, den Menschen einen sofortigen und niederschwelligen Zugang zum Beratungsangebot zu ermöglichen.

Ziel ist es, mit den Betroffenen einen Weg aus der prekären Situation zu finden. „Die Klienten sollen gestärkt und gegen künftige Krisen gewappnet sein“, betont Allgäuer. In der täglichen Arbeit würden die IfS-Mitarbeiter auch erfahren, von welchen Themen die Klienten bewegt werden. Dazu zählen Verunsicherung und Zukunftsängste, die wiederum Ursachen für Rückzug, Radikalisierung oder Verweigerung sein können. Es gelte, sich diesen Gefühlen zu stellen und sie in das Leben zu integrieren.

Finanziert werden die Leistungen von Land und Sozialfonds, Bund und Sozialversicherungsträgern, wobei die Leistungen nachgefragt und nachweislich erbracht werden müssen.

IfS-Fakten 2016

» Erwachsenenberatung:
9289 Personen

» Familienberatung:
4025 Personen

» Schuldenberatung:
3127 Personen

» Psychotherapie: 2234 Personen

» Assistenz: 1846 Personen

» Schulsozialarbeit: 1642 Personen

» Streetwork Mühletor:
1480 Personen

» Erziehungsberatung:
1434 Personen

» Sachwalterschaft: 1372 Personen

» Patientenanwaltschaft:
1194 Personen

» Jugendberatung Mühletor:
1180 Personen

» Bewohnervertretung:
1037 Personen

» Wohnen: 760 Personen

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