Ein Fisch zum Streicheln, Herzen und Bewundern

von Klaus Hämmerle
So sieht es unter Wasser aus, wenn die bunten Zierfische auf Tauchstation gehen.

So sieht es unter Wasser aus, wenn die bunten Zierfische auf Tauchstation gehen.

Werner Peiskar hatte seine Marienerscheinung in Form eines wunderschönen Kois.

Lustenau. Das Haus Rotkreuzstraße 42 in Lustenau ist voll Wasser. Vier riesige Bottiche im Erdgeschoß, ein Teich mit 100.000 Litern Wasser auf der großflächigen Dachterrasse. Und überall sind Kois drinnen, bunte Zierfische von unterschiedlicher Größe, die allergrößten sind rund einen Meter lang. Es wuselt und schäumt an der Wasseroberfläche, wenn die wunderschönen Tiere nach Futter schnappen und sich dabei schnell bewegen.

Für Werner Peiskar (48) und seine Gattin Carmen (42) sind die Kois ein Teil ihres Lebens geworden. Sie importieren die Fische aus Japan, lassen sie wachsen und handeln mit ihnen.

Umzug wegen der Kois

„Im Jahr 2000 fing es an. Wir kamen bei einem Freund zum ersten Mal mit Kois in Kontakt.“ Es war vor allem für Werner Peiskar Liebe auf den ersten Blick. Sofort schaffte er sich eine Teichschale an, stellte diese ins Wohnzimmer und besiedelte sie mit einer Handvoll Kois. „Bei Kois kommt die Zuneigung sofort und massiv“, weiß Carmen Peiskar. Bei den beiden kam sie mit elementarer Wucht. Bald gingen sie an die Planung eines großen Teichs. Sie beschlossen, einen Handel mit Kois und allem was dazu gehört zu eröffnen. Dazu brauchten sie einen Standort, an dem sie eine große Zahl der Zierfische auch unter Dach halten konnten.

„Wir wurden in Lustenau fündig, in diesem Haus, das früher einmal ein Stickereilokal beherbergte“, erzählt Werner Peiskar, der sich nie vorstellen hätte können, einmal in Lustenau zu wohnen.

Aber die Liebe zu den Kois machte es möglich. „Wir sind den Kois und ihrer Umwelt verfallen“, schreiben die Peikars in ihrer Beschreibung des Unternehmens „Koi-Elements“. Für sie zogen sie vom Oberland ins Unterland, „und sogar nach Lustenau“, schmunzelt Carmen Peiskar.

Trotzdem nur Hobby

Dabei frönt das Ehepaar seiner Leidenschaft nur hobbymäßig. Werner Peiskar arbeitet hauptberuflich bei Blum, Gattin Carmen ist Lehrerin im Schulheim Mäder. Gemeinsam mit Töchterchen Lilly (6), leben sie im Haus in der Rotkreuzstraße unter einem Dach mit ihren vielgeliebten bunten Zierfischen.

Was sie an den Kois so faszinierend finden? „Sie lassen sich streicheln, sie fressen dir aus der Hand, sie sind so zutraulich und einzigartig“, fasst Werner seine Zuneigung zu den prachtvollen Tieren in Worte.

Carmen blickt vom Wohnzimmer auf den Teich auf der Terrasse und berichtet: „Wenn wir draußen sitzen, dann halten sich die Fische bevorzugt in dem Eck auf, in dem sich die Sitzgelegenheit befindet.“ Die Peikars lieben es auch, selber im zwei Meter tiefen Teich bei den Fischen zu schwimmen. „Das ist überhaupt kein Problem. Die Fische interessieren sich dann nicht für uns.“

Rund 150.000 Euro haben die Koi-Liebhaber in ihr Unternehmen investiert. Die Fische kosten pro Stück von 50 Euro aufwärts bis zu 5000 Euro. International erreichen Prachtexemplare Preise bis zu 150.000 Euro.  Jedes Jahr fliegt Werner nach Japan, um sich neue Kois zu kaufen, die in Plastiksäcken nach Lustenau transportiert werden. Die Fische sind nicht nur schön, sie werden auch ganz schön alt, bis zu 40 Jahre.

<p class="caption">Werner Peiskar mit einem seiner wunderschönen Kois und Töchterchen Lilly.  Fotos: Sams</p>

Werner Peiskar mit einem seiner wunderschönen Kois und Töchterchen Lilly.  Fotos: Sams

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