Ungetrübter Ferienspaß fernab der Handywelt

von Klaus Hämmerle
Da kommt Freude auf: Damian, Sarah, Konrad und Lina vergnügen sich auf dem Trampolin. Fotos: vn/paulitsch

Da kommt Freude auf: Damian, Sarah, Konrad und Lina vergnügen sich auf dem Trampolin. Fotos: vn/paulitsch

Im Ferienheim Bolgenach bei Hittisau verbringen 40 Kinder unbeschwerte Ferien.

Hittisau. Es ist frisch an diesem Vormittag in Hittisau. Im Haus Gfäll 230 nimmt man das wohlwollend zur Kenntnis. Es ist genau das richtige Wetter für allerlei Aktivitäten der 40 Kinder im Ferienheim Bolgenach, auch wenn der Regen der Nacht noch nicht ganz aufgetrocknet ist.

Am Sportplatz tollen bereits einige der jungen Sommerfrischler herum, frequentieren die zwei Schaukeln, das große Trampolin und den Flying Fox. Die Stimmung ist heiter und fröhlich, so wie es sich für ausgelassene Ferien gehört.

Heute wird gewandert

„Wir werden uns heute bald auf eine kleine Wanderung begeben“, verrät Simone Grabner-Vogel (46), eine der zwei Leiterinnen des vierköpfigen Betreuerteams, das sich mit den fleißigen Heinzelmännchen und -frauchen in der Küche ideal ergänzt. Das Wandern zählt zu jenen Aktivitäten, die alle jungen Ferienbewohner mitzumachen haben. „Das müssen wir schon wegen der Aufsicht so handhaben“, erklärt Bettina Künz (43), Grabner-Vogels Leiterkollegin.

Ansonsten genießen die Kinder im Ferienheim Bolgenach große Freiheiten. Sie können das umfassende Spieleangebot im Freien und im Haus nutzen. „Wenn einer den ganzen Tag kicken will, soll er das tun. Will jemand nur basteln, auch gut. Die Kinder haben Ferien und in den Ferien macht man bekanntlich das, was einem am meisten Spaß macht. Und zwar so lange man will“, umreißt Grabner-Vogel die Philosophie der Heimleitung.

Zu den wenigen Regeln gehört das Verbot der Nutzung von Handys und Smartphones. „Das funktioniert bei den Kindern wunderbar. Die Eltern haben da weit größere Probleme“, schmunzelt Bettina Künz.

Ein Paradies

Die Kinder im Ferienheim Bolgenach urlauben nur eine Woche in ihrem Bregenzerwälder Paradies. Viele von ihnen sind nicht zum ersten Mal in Hittisau. Zu ihnen zählt zum Beispiel Laura aus Sulz. „Meine Mama hat im letzten Jahr übers Internet herausgefunden, dass es dieses Ferienheim gibt. Mir hat es dann hier so gut gefallen, dass ich unbedingt wieder hierherkommen wollte“, sagt das zwölfjährige Mädchen, das gerade mit Begeisterung Armbänder fertigt.

Die Kinder des dieswöchigen Turnusses sind für das Betreuungspersonal dankbare Kundschaften. „Ein Kind haben wir wegen Heimweh nach einem Tag nach Hause schicken müssen. Das kommt immer wieder vor. Die, die jetzt hier sind, genießen ihren Aufenthalt in vollen Zügen“, freut sich Grabner-Vogel.

Dazu trägt auch das Küchenpersonal unter Leitung von Chefköchin Heike bei. „Wir kochen ihnen, was sie gerne mögen“, berichtet die Chefin. „Heute gibt es Lasagne.“

Dass die Kinder stets Appetit haben, ist gewiss, vor allem an Tagen wie diesem, an denen die Luft so frisch und das Essen wieder einmal so köstlich ist.

<p class="caption">Romana und Katia zieht es an diesem frischen Morgen zum Handarbeiten in den Bastelraum. </p>

Romana und Katia zieht es an diesem frischen Morgen zum Handarbeiten in den Bastelraum. 

Die Kinder können die meiste Zeit machen, was sie wollen.

Simone Grabner-Vogel
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