Vorarlberger, über die man spricht. Markus Prattes (35)

Die Suche nach Helfern

Markus Prattes freut sich schon auf die diesjährige Wolfurttrophy und weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt.  Foto: bitriol

Markus Prattes freut sich schon auf die diesjährige Wolfurttrophy und weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt.  Foto: bitriol

Markus Prattes ist für die Einteilung der Helfer bei der Wolfurttrophy zuständig.

Wolfurt. (VN-sb) Er gilt schon fast als Urgestein des VC Wolfurt. Seit seiner Kindheit ist Markus Prattes Mitglied im Verein. Genauer gesagt seit seiner Zeit in der damaligen Hauptschule Wolfurt.

Durch seinen Lehrer Franz Höfel, der sich sehr für das Freifach Volleyball an der Schule engagierte, kam Prattes schlussendlich zum VC Wolfurt. Zu Beginn legte er den Fokus auf das Spiel in der Halle. Mit 16 Jahren debütierte der gebürtige Wolfurter bereits in der 2. Bundesliga, im gleichen Alter begann auch seine Beachvolleyballkarriere. Schuld daran war sein Vereinskollege Helmut Einzle, der ihn dazu überredete, mit ihm bei Turnieren, hauptsächlich in der Schweiz, zu spielen.

A-Nationalteam

Mit seinem langjährigen Weggefährten Karl-Heinz „Charly“ Winder fuhr Prattes mit 18 Jahren zu einem Sichtungstraining für den Beachvolleyballkader nach Salzburg und prompt folgte etwas überraschend die Einberufung ins Beachvolleyball-A-Nationalteam. Von nun an spielten die beiden auf der Österreich-Tour und verschiedene internationale Turniere. Aufgrund der beruflichen Laufbahn musste Prattes dann aber kürzertreten und führte nur noch den VC Wolfurt ein paar Jahre als Kapitän aufs Feld. Im Jahr 2014 folgte dann das abrupte Karriereende. Ausgerechnet bei seinem Heimturnier, der Wolfurttrophy, zog sich der heute in Lauterach Wohnende einen Riss der Quadrizepssehne zu und musste seine Volleyballkarriere frühzeitig beenden.

Freiwillige vor

Bei der Wolfurttrophy kommt dem 35-Jährigen seit Jahren eine besondere Aufgabe zu. Er ist dafür zuständig, dass am Veranstaltungswochenende genügend freiwillige Helfer zur Verfügung stehen. Selbstverständlich ist der gesamte VC Wolfurt bei der Trophy, die jedes Jahr am ersten vollen Augustwochenende stattfindet, im Einsatz. Das allein reicht aber nicht aus. Das Turnier in der Beacharena an der Ach in Wolfurt ist über die Jahre stetig gewachsen und somit ist man auf die freiwillige Unterstützung anderer Vereine angewiesen. Prattes ist den Vereinen sehr dankbar, die trotz Urlaubszeit immer wieder mit vielen Helferinnen und Helfern vor Ort sind. „Die meisten Vereine wissen schon, dass im Mai ein Anruf von mir kommen wird“, sagt Prattes.

Insgesamt hat er rund um das Beachvolleyballturnier ungefähr 200 Wirtschaftsdienste zu vergeben, dazu kommt noch die VIP-Betreuung. Den Aufbau des gesamten Stadions regelt der Verein selbst. Rund eine Woche dauert der Aufbau der Beacharena. Der Abbau wird dann mit der Hilfe der Bürgermusik Wolfurt und der Feuerwehr Wolfurt innerhalb eines Tages bewerkstelligt.

Prattes selbst wird das ganze Wochenende über irgendwo auf dem Gelände der Arena zu finden sein. Wenn er gerade nicht im Dienst ist, will der 35-Jährige mit seiner Familie auf der Tribüne die Spiele genießen.

Mein Anruf wird von vielen Vereinen schon erwartet.

Markus Prattes

Zur Person

Markus Prattes

ist seit Jahren als Spieler und Helfer bei der Wolfurttrophy dabei.

Geboren: 10. 7. 1982

Wohnort: Lauterach

Familie: Lebensgemeinschaft mit Sabrina, 2 Kinder: Linnéa (2) und Darmian (5 Monate)

Beruf: Bankkaufmann, Filialleiter

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