Vorarlberger, über die man spricht. Michael Greiter (24)

Vom Schüler zum Lehrer

Der 24-jährige Michael Greiter ist eine der Triebfedern im Vorarlberger Judoverband.  Foto: VN/SAMS

Der 24-jährige Michael Greiter ist eine der Triebfedern im Vorarlberger Judoverband.  Foto: VN/SAMS

Nachwuchs-Spitzenjudoka Michael Greiter verfolgt auch als Trainer große Ziele.

Dornbirn. (VN-jd) Im Alter von sechs Jahren stand Michael Greiter erstmals auf der Judomatte. In der Volksschule wurden Flyer des JC Dornbirn verteilt, und obwohl der Vater als Eishockeyspieler und Fußballer aktiv war, entschied sich der Sohn für eine Einzelsportart. „Ich war immer schon ein Mensch, der die Entscheidung über Sieg oder Niederlage einfach selbst in der Hand haben will“, erinnert sich Greiter, der sich mittlerweile ein Leben ohne die japanische Kampfsportart schwer vorstellen kann.

Bronze bei Jugend-WM 2009

Nach den ersten Erfolgen auf regionaler und nationaler Ebene gelang 2009 der Durchbruch. In souveräner Manier qualifizierte er sich für das European Youth Olympic Summer Festival (EYOF) in Tampere. Nach dem undankbaren fünften Platz in Finnland gelang Greiter wenige Wochen später bei der Jugend-Weltmeisterschaft (U 17) in Budapest der große Coup. In der Klasse bis 73 Kilogramm erkämpfte er sich unter 44 Startern die Bronzemedaille, die erste und bislang einzige Vorarlberger WM-Medaille in dieser Altersstufe. Der zweite Auftritt im Zeichen der fünf Ringe war 2010 bei den ersten Olympischen Jugend-Sommerspielen (YOG) der Geschichte in Singapur. Doch nach dem siebten Rang wurde die hoffnungsvolle Karriere von einer schwerwiegenden Schulterverletzung gestoppt. „Nach zahlreichen Operationen und damit verbundenen Pausen wurde mir 2014 von ärztlicher Seite nahegelegt, meine aktive Laufbahn zu beenden. Natürlich war dies ein herber Schlag, doch am Ende war das Risiko zu groß, bleibende Schäden zu erleiden.“

Nach einer halbjährigen Pause, in der Greiter keine Sporthalle betrat,  kam 2015 ein Anruf von Landespräsident Emanuel Schinnerl mit der Frage, ob er als Nachwuchstrainer im Landesverband mitarbeiten wolle. „Rückblickend war dies eine Fügung des Schicksals, denn ich fühle mich im Trainerjob absolut wohl“, so Greiter. Neben seiner Trainertätigkeit im Landesverband und im ÖJV-Nachwuchsnationalteam, das Greiter zuletzt bei der U-18-EM in Litauen betreut hat, ist Greiter im Landesverband auch als Sportkoordinator tätig.

„Judo ist nicht nur ein Weg zur Ertüchtigung, sondern darüber hinaus auch eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung. Im Moment fühle ich mich perfekt positioniert. Der Landesverband hat sich große Ziele gesetzt, und ich versuche, mit einer maximalen Bereitschaft meinen Teil beizutragen, diese Ziele zu realisieren.“

Wenig überraschend daher das Vorhaben von Greiter, in absehbarer Zeit sein Hobby zum Beruf zu machen und aus diesem Grund nach der Übungsleiter- und Sportinstruktorausbildung als nächsten Schritt die Trainer-A-Lizenz anzustreben.

Ein Ziel von mir ist, einmal als Judotrainer mein Geld zu verdienen.

Michael Greiter

Zur Person

Michael Greiter

Geboren: 12. Jänner 1993

Beruf: Bauwerksabdichter und Sportkoordinator Vorarlberger Judoverband (jeweils 50 Prozent)

Familie: ledig

Größte Erfolge: Bronze Jugend-WM (U 17) 2009 in Budapest, 5. Rang European Youth Olympic Festival (EYOF) 2009 Tampere, 7. Platz Olympische Jugend-Sommerspiele (YOG) 2010 Singapur

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