Vorarlberger, über die man spricht. Martin Halbrainer (41)

Reinigungsexperte lehrt

Martin Halbrainer wagte mit seiner „clean consulting Akademie“ und seinem Reinigungsfachmarkt einen Neuanfang.
Martin Halbrainer wagte mit seiner „clean consulting Akademie“ und seinem Reinigungsfachmarkt einen Neuanfang.

Richtige Reinigung setzt Wissen voraus. Ein Experte bietet Schulungen an. 

Dornbirn. (VN-kum) Er war gerne Maurer. Aber wegen eines Bandscheibenvorfalls musste er seinen Beruf schon in jungen Jahren aufgeben. Deswegen steckte Martin Halbrainer aber nicht den Kopf in den Sand. Er war jung. Und einfallsreich. Und machte sich mit 22 Jahren mit der Firma „Graffiti Busters“ selbstständig. Der Lustenauer hatte eine Geschäftsidee entdeckt. „Mich störten die übermalten Graffiti in den Unterführungen. Es ärgerte mich, dass man die schönen Mauerwerke verunstaltet hatte. Ich wollte die Graffiti wegmachen und dachte mir: ,Es muss doch auf dieser Welt etwas geben, mit dem man sie entfernen kann.‘“ Halbrainer bestellte Mittel aus aller Welt und testete sie unter einer Autobahnbrücke. Das war die Geburtsstunde des „Graffiti Busters“.

Meisterliche Qualität

„Ich bin dann von Bürgermeister zu Bürgermeister gegangen und habe mich angeboten, Graffiti zu entfernen.“ Einer seiner ersten Aufträge war es, in Dornbirn ein Hakenkreuz zu entfernen. Aber im beschaulichen Vorarlberg hielt sich das „Graffiti-Problem“ in Grenzen. Deshalb bot der rührige Lustenauer daneben noch Hausmeisterdienste und Bauabschluss- und Wasserhochdruckreinigung an. „Ich merkte, dass die Reinigung ein interessantes Feld ist und man dafür sehr umfangreiches Wissen braucht.“

Weil er meisterliche Qualität anbieten wollte, ließ er sich 2003 zum Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigungsmeister ausbilden. Der Berufsalltag stellte ihn täglich vor neue Herausforderungen. „Ich war jeden Tag mit einem anderen Problem konfrontiert: Rost- und Ölflecken, Schimmel, Kaugummi… “ Die Praxis machte ihn zu einem ausgewiesenen Reinigungsfachmann, der täglich seine Erfolgserlebnisse hatte: „Ich bekam Flecken weg, die sonst keiner wegbekam.“

Halbrainer, dessen Firma schnell florierte und auf 20 Mitarbeiter anwuchs, gab nebenher sein Know-how in Schulungen weiter. „Es war mir ein Anliegen zu zeigen, wie man mit einfachen Schritten hochwertige Reinigungsergebnisse erzielt.“ Der Reinigungsspezialist schulte unter anderem Reinigungspersonal von Banken, Versicherungen, Pflegeheimen und Spitälern. Außerdem betrieb er noch einen Handel mit Reinigungsprodukten und -maschinen, „weil die Nachfrage vonseiten meiner Kundschaft da war“.

Seine Kunden waren traurig, als der erfolgreiche Unternehmer im Vorjahr seine Firma aufgab und sich einen Traum erfüllte: „Seit heuer biete ich nur mehr Schulungen an. 2017 sind übrigens auch welche für Hausfrauen und -männer geplant.“ Die Lehrgänge finden hauptsächlich in seinem „Reinigungsfachmarkt“ in Dornbirn statt, wo auch Reinigungsprodukte und -maschinen zum Verkauf angeboten werden. Seine Schulungen sind gefragt. Zeigt der stelltvertretende Innungsmeister des chemischen Gewerbes doch, wie Anwendungsfehler vermieden und so Schäden verhindert werden können. „Oft macht man mehr kaputt als sauber. Ich habe schon viele verätzte Böden und verkratzte Scheiben und Armaturen gesehen, nur weil das falsche Reinigungsmittel oder -utensil verwendet wurde.“                                    

Ich bekam Flecken weg, die sonst keiner wegbekam.

Martin Halbrainer

Zur Person

Martin Halbrainer

vermittelt Firmen und Privaten an seiner „clean consulting Akademie“ sein Know-how in Sachen Reinigung. 

Geboren: 21. Februar 1975

Ausbildung: Maurer, Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigungsmeister

Familie: ein Sohn

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