Sportgymnasium hält die Ohren zu

von Klaus Hämmerle
Im vergangenen Herbst protestierten die Sportgymnasiasten wegen des Lärms öffentlich.
Im vergangenen Herbst protestierten die Sportgymnasiasten wegen des Lärms öffentlich.

Pilotierungsarbeiten im Messegelände erregen Unmut von Schüler­innen und Lehrern.

Dornbirn. Einmal mehr steht der Direktor mittendrin. Josef Spiegel (60), Schulleiter des Sportgymnasiums muss schlichten. Der momentan wieder starke Baulärm im Messegelände bringt viele Schüler und Lehrer der dort beheimateten Bildungsanstalt nahezu zur Verzweiflung. Es wird pilotiert, und regelmäßig fahren Lastwagen vor den Fenstern einiger Klassen vorbei. Der Lärm ist ständiger Begleiter im Unterricht, phasenweise versteht man das eigene Wort nicht mehr. Eine Sechstklässlerin berichtet: „Es ist momentan sehr schlimm. Jene, deren Klassen unmittelbar vor dem Baugelände untergebracht sind, leiden natürlich besonders. Nachdem wir dieses Problem ja vorher schon hatten, fragen sich viele: Hat man uns vergessen? Macht man jetzt einfach so weiter wie vor dem großen Wirbel?“

Pilotierungen

Direktor Josef Spiegel weiß um die Probleme. „Natürlich sind wir gerade jetzt wieder einer großen Lärmbelastung ausgesetzt. Die Pilotierungsarbeiten verursachen diese Mehrbelastung. Damit kommen Schüler und Lehrer eben unterschiedlich zurande. Die einen fühlen sich extrem gestört, andere wiederum können besser mit dieser Situation umgehen. Dass es nicht ideal ist, wissen wir alle.“ Er stehe in ständigem Kontakt mit den Messeverantwortlichen aber auch mit dem Landesschulrat. „Ich weiß, dass es trotzdem nicht einfach ist, aber wir müssen irgendwie versuchen, diese Situation zu bewältigen“, bemüht Spiegel einmal mehr seine Rolle als Mediator.

Neben dem Lärm, der durch die Pilotierungsarbeiten verursacht wird, sind auch die Lkw-Fahrten aufs Baugelände sehr störend. Trotz der Bemühungen, die Bauarbeiten an die Unterrichts-Hauptzeiten anzupassen, lassen sich Beeinträchtigungen nicht vermeiden.

Ruhe bei Matura

Seitens der Dornbirner Messe hat Geschäftsführer Daniel Mutschlechner (37) die Organisation der Bauarbeiten zu verantworten. „Wir bedauern es, wenn Nachbarn von den Arbeiten gestört werden. Das war bei den Schrämmarbeiten im Herbst schon einige Tage der Fall. Damals wurden die alten Bodenplatten entfernt. Vergangene und diese Woche gibt es Beeinträchtigungen, da gewisse Bereiche nur durch Rammpiloten gegründet werden können. Im Rahmen der Möglichkeiten bemüht sich das Bauteam sehr, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten“, betont Mutschlechner. Klar sei jedoch, dass auch diese Baustelle nicht völlig ohne Baulärm abgewickelt werden könne.

Für Lehrervertreter Thomas Stockklauser (52) ist wichtig, dass in der kommenden Woche die Bauarbeiten auf ein Mindestmaß reduziert werden. „Da haben wir nämlich Matura, und dann brauchen die Kandidaten größtmögliche Ruhe.“ 

Die jetzigen Belastungen sind laut Stockklauser deswegen besser zu ertragen, „weil ja nun feststeht, dass wir in absehbarer Zeit einen neuen Standort bekommen“.

Ich weiß, es ist nicht einfach, aber wir müssen gemeinsam versuchen, diese Situation zu bewältigen.

Josef Spiegel
Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.