Alleinerzieherinnen sind von Armut bedroht

Bald ist Muttertag. „Ma hilft“ will Müttern in Not helfen. 
Bald ist Muttertag. „Ma hilft“ will Müttern in Not helfen. 

Viele Mütter brauchen unsere Hilfe. „Ma hilft“ unterstützt in Not geratene Mütter.

Dornbirn. (VN-kum) Mutter sein ist schön. Noch schöner ist die Mutterschaft aber, wenn man die Verantwortung, die damit einhergeht, mit einem Partner teilen kann. Doch viele Mütter sind alleinerziehend. In Vorarlberg gibt es circa 11.800 Ein-Eltern-Haushalte. Mehr als die Hälfte davon ist einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt. Alleinerzieherinnen haben es schwer – weil sie die Verantwortung für die Kinder haben und nur mit einem Einkommen die Familie ernähren müssen. Wegen der Kinder können sie meistens nur einem Teilzeitjob nachgehen. Ist der nicht gut bezahlt, langt das Geld oft nicht bis zum Ende des Monats.

Zunächst gilt es aber, nach der Kinderpause überhaupt eine Arbeit zu finden. Und das ist gar nicht so einfach. Denn: „Als Mutter ist man nicht mehr so flexibel. Wenn das Kind krank ist, muss man spontan den Arbeitsplatz verlassen. Aus diesem Grund stellen bestimmte Arbeitgeber alleinerziehende Frauen erst gar nicht ein“, weiß Cäcilia König (53), die Leiterin des Frauenhauses in Dornbirn. Aufgrund der geringeren Chancen auf dem Arbeitsmarkt seien Mütter oft gezwungen, schlechter bezahlte Jobs anzunehmen. „So können sie durch die Kinder in die Armut schlittern.“ König, die seit 2013 die IfS-Frauennotwohnung leitet, weiß, wovon sie spricht. „Zu uns kommen Frauen und Mütter, die es besonders schwer haben und die nicht nur von Gewalt betroffen sind. Alle haben auch finanzielle Sorgen, die durch die Trennung noch größer werden.“ Außerdem ist allen Klientinnen gemein, dass sie beruflich gering qualifiziert sind und kein soziales Netz haben, das sie auffängt.

Derzeit leben im Frauenhaus neun Frauen und acht Kinder. „Die Kinder sind gern bei uns. Sie nehmen die Entspannung wahr und wissen, warum sie hier sind“, gibt die Leiterin Einblick. Unter der prekären finanziellen Situation der Bewohnerinnen leidet aber auch ihr Nachwuchs, wie König weiß. „Den Kindern mangelt es an der Jahreszeit entsprechender Kleidung. Was für andere Kinder selbstverständlich ist – ein Kino- oder Schwimmbadbesuch – ist für sie nicht möglich. Auch bei Schulaktivitäten sind diese Kinder eingeschränkt. Gleichzeitig sind ihre Chancen auf Bildung gering.“ Dabei wäre gerade Bildung der Schlüssel zu einem materiell reichen Leben. „Bei gut ausgebildeten Menschen ist die Gefahr geringer, dass sie von Armut betroffen sind.“ König plädiert dafür, das Bewusstsein der Eltern noch mehr dafür zu schärfen, „dass eine gute Ausbildung davor schützt, dass ihr Kind in die Armutsfalle gerät“.    

Den VN liegen Erlagscheine bei. Mit den Spenden unterstützt „Ma hilft“ unter anderem Mütter in Not.

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