Koalition legt heute ihr Programm auf den Tisch

von Anton Walser
Starten bereits am Donnerstag Regierungarbeit: LH Markus Wallner (l.) und Grünen-Chef Johannes Rauch.
Starten bereits am Donnerstag Regierungarbeit: LH Markus Wallner (l.) und Grünen-Chef Johannes Rauch.

„Grüner Wind“ für die Vorarlberger Regierungsbank: Schwarz-Grün besiegeln umfassenden Koalitionspakt.

Bregenz. (VN-tw) Landeshauptmann Markus Wallner (47) sparte im Vorfeld der heutigen Vorstellung der neuen Regierungsmannschaft nicht mit dickem Eigenlob für das bereits unterschriebene sehr detailliert ausverhandelte Koalitionsübereinkommen und bezeichnete das Abkommen als „eines der besten Papiere, die es in Österreich gibt“. Man habe gemeinsame schwarz-grüne Projekte definiert, die es umzusetzen gelte. Rauch erklärte, es seien „harte und intensive, aber faire Verhandlungen“ gewesen. Das Koalitionspapier trage „eindeutig auch die grüne Handschrift“, betonte Rauch (55) als designierter neuer Landesrat für die Bereiche Umwelt, Abfallwirtschaft und ÖPNV.

Sechste Frau in der Regierung

Rauchs Parteikollegin Katharina Wiesflecker (50) wird in der neuen Landesregierung die Verantwortung für die Ressorts Soziales und Frauen übertragen bekommen. Wiesflecker beerbt damit Greti Schmid (60), die für die Volkspartei in den letzten Jahren für diese Bereiche zuständig war. Die gebürtige Tirolerin Wiesflecker wird damit übrigens die sechste Frau in der Vorarlberger Landesregierung sein, zugleich die erste, die nicht aus den Reihen der Volkspartei stammt.

64 Jahre absolute Macht

Die Grünen schafften somit nach 30 Jahren auf der Oppositionsbank den Sprung in die Landesregierung. Ein Blick auf die Geschichte des Landtags zeigt, dass die Volkspartei seit 1945 zum zweiten Mal einen Partner in die Regierung aufnehmen muss. Über 64 Jahre hinweg verfügten die Schwarzen durchgehend über eine absolute Mehrheit.

Hierzulande regierten von 1945 bis 1949 VP und SP, danach bis 1974 VP, SP und FP. Anschließend verzichtete die mit absoluter Mehrheit ausgestattete VP darauf, die SP in die Regierung einzubinden. Eine „echte“ VP-FP-Koalition ohne absolute Mehrheit der Volkspartei gab es nur in den Jahren 1999 bis 2004. Seit 2009 regierte die VP nach dem „Judensager“ von FP-Parteiobmann Dieter Egger ohne Partner.

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