Vorarlberger, über die man spricht. Elias Jagg (19)

Ein Ferialjob mit Charme

von Klaus Hämmerle
Elias Jagg ist im Kindergarten an der Belruptstraße auch ein Vorleser.  Foto: VN/Paulitsch
Elias Jagg ist im Kindergarten an der Belruptstraße auch ein Vorleser.  Foto: VN/Paulitsch

Elias Jagg gewinnt als Hobby-Kindergärtner täglich die Herzen seiner Klienten.

Bregenz. (VN-hk) „Elias!“, ruft die kleine Kimberley und hüpft aufgeregt vor ihrem Betreuer herum. „Ich will ein Dreirad.“ Kurz darauf wird Robin beim 19-jährigen Ferialer vorstellig. „Wo ist der Hubschrauber?“, will der aufgeweckte Bub wissen. „Es ist schon was los hier, gell?“, lacht Elias Jagg, ehe Kimberley und Robin wie Wiesel verschwinden und sich die Objekte ihrer Begierde selbst suchen.

Geduld ist gefragt

Als Kindergarten-Hilfskraft ist Elias Jagg kein Frischling mehr. Der Maturant des BG Bregenz-Blumenstraße hat schon als Zivildiener im Kindergarten an der Belruptstraße gearbeitet. Und das mit großem Spaß. „Es ist eine großartige Erfahrung, zu sehen, wie sich kleine Kinder innerhalb weniger Monate entwickeln. Sie kommen her als kleine Geschöpfe, sind scheu und müssen sich zuerst an alles gewöhnen. Und dann werden sie selbstbewusste Wesen mit einer ganz eigenen Persönlichkeit.“
Freilich wird dem angehenden BOKU-Student während seiner Arbeit auch einiges abverlangt. „Die Kinder haben ja viel Energie. Da brauchst du Geduld, aber ab und zu auch etwas Autorität, um die Dinge unter Kontrolle zu halten“, beschreibt der junge Bregenzer, Sohn des Regisseurs Augustin Jagg, sein Tagwerk mit der temperamentvollen Rasselbande.

Männer tun gut

Gerade in der Sommerzeit sind die Anforderungen an das Betreuungspersonal in jenen Kindergärten, die offen haben, groß. „Es sind in den Ferien nur zwei Kindergärten offen. Da kommen die Kinder von überall in Bregenz hierher. Es braucht dann einige Zeit, bis du eine heterogene Gruppe zusammen hast“, verdeutlicht Jagg die besonderen Herausforderungen im Sommer.

Was der angehende Student zudem beobachtet hat: „Den Kindern tut’s gut, wenn sie im Kindergarten auch mal eine männliche Bezugsperson haben. Leider gibt es in diesem Job aufgrund der Bezahlung zu wenige Männer. Das ist sehr schade – vor allem wenn man weiß, wie schön die Arbeit mit Kindern ist.“
Für Elias Jagg wäre der Beruf des Kindergartenpädagogen grundsätzlich eine Option gewesen. Bald wird er nun aber sein Glück als Student für Umwelt- und Bioressourcen-Management an der Universität für Bodenkultur in
Wien versuchen. Wohl wissend, dass er als mittlerweile routinierter Ferial-Kindergärtner in der Belruptstraße immer willkommen sein wird.

Es ist großartig, zu sehen, wie sich Kinder entwickeln.

Elias Jagg

Zur Person

Elias Jagg

Geboren: 19. November 1994

Wohnort: Bregenz

Beruf: Student

Familie: ledig
Hobbys: Klavierspielen, Skifahren
Lieblingsspeise: Pizza

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.